Spiritualität vom Feinsten Die 3 heiligen Frauen von Helfta
14.
Dez.
2026
Zeit
Mo., 14. Dezember 2026, 19:00 Uhr bis
Mo., 14. Dezember 2026, 20:30 Uhr
Ort
Online
VeranstalterIn
Katholische Erwachsenenbildung
St. Rochusstraße 21
7000 Eisenstadt
Ansprechperson
Sylvia Kummer
0676 880 703 311

Online heute: Hl. Gertrud von Helfta

„Du Wahrheit, Du Gott, der leuchtender bist als jedes Licht,

tiefer als jedes Geheimnis …

Du hast den Weg gefunden, mir Dein Heil zu zeigen. …

Denn so bist Du: ‚Du sprichst:

Siehe, hier bin ich‘ (Jes 58,9), noch bevor du gerufen wirst.“ (s.o. II,2) …

 

„Fürchte dich nicht, sondern sei getrost, sei stark und bleibe ruhig. Denn ich, der Herr, dein Gott, der ich aus unverdienter Liebe dich erschuf und erwählte, um in dir zu wohnen und meine Freude an dir zu haben, gebe allen, welche durch dich demütig und vertrauensvoll mich fragen, einen zuverlässigen Aufschluss.“ (Gesandter der göttlichen Liebe, Buch I, 14. Kapitel)

Die ersten drei Worte des Herrn an die hl. Gertrud treffen auf einen existentiellen Hintergrund, den alle Menschen in der einen oder anderen Weise erfahren und zwar von klein auf. Da gibt es schon nach wenigen Lebenswochen Furcht /Angst vor dem Fremden. Wir sagen, das Kind fremdelt. Und so ist im ganzen Entwicklungsprozess – z.B. wenn ein Gedicht aufgesagt werden soll oder ein Lied gesungen. Diese Art von Angst begleitet viele Menschen bis ins Alter hinein. Ich denke auch an Menschen, in denen die Angst lebt, nicht angenommen und geschätzt zu sein.

Solche Situationen greift das Wort des Herrn an Gertrud auf: „Fürchte dich nicht, sondern sei getrost, sei stark und bleibe ruhig.“ Diese Aufforderungen klingen wie Ermutigung, aber auch nach Wertschätzung. Aber aus eigener Kraft es zu schaffen, ist oft eine große Herausforderung. Da weist der Herr auf die Grundlage oder Voraussetzung hin, die wir oft nicht im Bewusstsein haben, dass ER uns aus unverdienter Liebe erschuf und erwählte, um in uns zu wohnen. Und dieser in uns lebendig gegenwärtige Gott ist wirklich allem gewachsen, was uns treffen und begegnen könnte.

 

„Deine Liebe hat sich um meine Mangelhaftigkeit gesorgt,

und Du hast beschlossen, mich durch Deine Liebe zu vollenden.“ (s.o. II, 20)

Der Herr sagt ihr:

„Ohne Unterlass hungere und dürste ich in jedem Menschen

nach dessen Heil.“ (s.o. IV, 18)

Es sind keine Vorkenntnisse nötig.

 

Referentin: Sr. Klara Maria Hellmuth OCist, Kloster St. Marien zu Helfta,

Dipl. Theol. und Dipl. Psych., seit 1965 Ordensfrau

 

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Nächste Termine: Frühjahr 2027

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