Mit dem Aufhören anfangen
Im Zeichen des Friedens stand das vergangene Wochenende im Haus der Begegnung in Eisenstadt. Unter dem Titel „Frieden finden, Schöpfung bewahren, Zukunft gestalten“ luden die Katholische Erwachsenenbildung, der Umweltbeauftragte der Diözese, die Telefonseelsorge Burgenland und der Weltladen Eisenstadt am Freitag zu einem inspirierenden Nachmittag/Abend ein.
Der Steyler Missionar, Menschenrechts- und Umweltaktivist Franz Helm nahm die Teilnehmer:innen mit auf eine gedankliche Schatzsuche: Frieden ist etwas Kostbares und Wertvolles. Im Gedenken an den vor 800 Jahren verstorbenen Franz von Assisi zeigte er auf, wie aktuell dessen Lebenszeugnis bis heute ist. Angesichts von Spaltung, Hass in sozialen Medien, übermäßigem Konsum und ständigem Leistungsdruck könne Franz von Assisi auch heute ein Lehrmeister sein. Als einst wohlhabender Mensch entschied er sich bewusst für einen anderen Weg: weg vom Haben und Besitzen, hin zu einem Leben in Verbundenheit mit allen Geschöpfen.
Franz Helm sprach zudem über die „Banalität des Guten“ und ermutigte dazu, die vielen kleinen, oft unscheinbaren Schritte des Friedens und der Mitmenschlichkeit im Alltag wahrzunehmen und zu setzen. Ein weiterer Schwerpunkt war die ökologische Spiritualität, die die Verantwortung für die Schöpfung als wesentlichen Ausdruck gelebten Glaubens versteht.
Im Anschluss kamen die Teilnehmer:innen in synodalen Gesprächsrunden miteinander ins Gespräch. Dabei standen persönliche Reflexion, das gegenseitige Zuhören und der Austausch von Erfahrungen im Mittelpunkt. Gemeinsam wurde sichtbar, wie vielfältig Menschen bereits heute Beiträge zu Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit leisten.
Einen globalen Blick auf diese Themen eröffnete Petra Geiger-Kletzl vom Weltladen Eisenstadt. Sie stellte ein Projekt der Preda Foundation auf den Philippinen vor und zeigte auf, wie Friedensarbeit, Menschenrechte und Schöpfungsverantwortung weltweit miteinander verbunden sind.
Für einen gelungenen Abschluss sorgte der Liedermacher und Kabarettist Georg Bauernfeind, der ernste Themen mit Tiefgang und feinem Humor aufgriff und den Teilnehmer:innen so manche nachdenkliche Erkenntnis mit einem Augenzwinkern näherbrachte.
Die Veranstaltung machte deutlich: Frieden beginnt im Kleinen, wächst durch Begegnung und entfaltet seine Wirkung weit über die eigenen Grenzen hinaus. So wurde der Nachmittag und Abend zu einer Ermutigung, die Zukunft gemeinsam und verantwortungsvoll mitzugestalten.
Im Anschluss konten Produkte vom Weltladen verkostet und gekauft werden, Spenden kamen der PREDA-Foundation zugute.
Gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung.
