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Herr Jesus Christus,
wir danken Dir in dieser Stunde unserer Geschichte für die Gnade, dass Du uns in Deine Kirche gerufen hast.
Wir danken Dir für das Schöne und Große, das durch sie sichtbar in diese Welt hineintritt.
Wir bitten Dich, hilf uns, das Dunkel zu ertragen, das in ihr immer wieder auch bedrängend wirksam ist.
Wir danken für die 60 Jahre, in denen unsere Heimat, das Burgenland, zu einer Diözese geworden ist, zu einer eigenen Familie in der großen Familie Gottes.
Wir danken dafür, dass unter der Leitung von guten Hirten unsere Diözese zu einem Raum der Versöhnung zusammengewachsen ist, in dem sich die Kraft Deiner Liebe ein wenig sichtbar darstellt.
In dieser Stunde denken wir auch an die Anfänge des Glaubens in unserer Heimat, in denen Du uns die große Gestalt des heiligen Martin, des Bischofs von Tours, geschenkt hast. Auch heute ist unser Glaube durch Verkleinerungen bedroht, die ihn den Maßstäben der Welt unterwerfen und ihm damit seine Größe nehmen.
Herr, hilf uns, ins Große Deiner Wahrheit, in Dein Gott-Sein hinein zu leben und zu sterben.
Schenke uns den Geist der Einheit, dass wir den Dienst der Versöhnung tun, der unserer Kirche in besonderer Weise aufgetragen ist.
Herr Jesus Christus, erbarme Dich unser!
Amen.
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Herr Jesus Christus,
mehr als 1900 Jahre sind vergangen, seitdem Du, das Ewige Wort Gottes, in unsere Zeit eingetreten bist und Fleisch angenommen hast – ein Mensch geworden bist. Du hast das Menschsein nicht abgelegt wie eine Kleidung, die Du kurze Zeit getragen hättest. Nein, Du hast es bis in den Tod am Kreuz hinein angenommen, durchschritten und durchlitten und bleibst als Auferstandener für immer Mensch. Du hast Dich selbst mit dem Weizenkorn verglichen, das in die Erde fällt und stirbt und gerade so aus der Vereinzelung heraustritt und Frucht bringt immerfort. In der heiligen Eucharistie bist Du immer unter uns gegenwärtig, gibst Dich in unsere Hände und Herzen, damit eine neue Menschheit entstehen kann. So ist Deine Menschwerdung für uns nicht ein fernes Ereignis, sondern berührt uns alle, ruft uns alle. Hilf uns, dass wir dies immer mehr verstehen. Hilf uns, im Geheimnis des Weizenkorns zu leben und zu sterben und so dem Herauftreten einer neuen Menschheit zu dienen.
Ehe Du aus dieser Welt weggingst zum Vater, um gerade so neu bei uns zu sein, hast Du den Jüngern aufgetragen, in alle Welt hinauszugehen und die Menschen zu taufen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Und dieses Getauftwerden schafft uns um zu einer neuen Gemeinschaft, zu Deiner Kirche. Wie Du uns vorausgesagt hast, ist dieser Dein weltumspannender neuer Leib zum einen gekennzeichnet durch Deine Nähe, die diesen Leib beseelt. Aber er ist auch gezeichnet von unserer Schwachheit, die nur langsam überwunden wird. Wir danken Dir in dieser Stunde unserer Geschichte für die Gnade, dass Du uns in Deine Kirche gerufen hast. Wir danken Dir für das Schöne und Große, das durch sie sichtbar in diese Welt hereintritt. Wir bitten Dich auch: Hilf uns, das Dunkel zu ertragen, das in ihr immer wieder auch bedrängend wirksam ist.
Und wir danken für die 60 Jahre, in denen nun unsere Heimat, das Burgenland, zu einem Bistum geworden ist, zu einer eigenen Familie in der großen Familie Gottes. Am Ende des Ersten Weltkriegs war der große Raum des alten Österreich, der viele Völker miteinander verbunden hat, aufgerissen und in Stücke zerteilt worden. Unsere Heimat lag genau dort, wo die Risse nun verliefen. So ist unser Bistum langsam aus einzelnen Stücken zu einer neuen Einheit zusammengewachsen. Sein Auftrag ist es deshalb auch, die unterschiedlichen Sprachen und die vielfältige Geschichte zu einer inneren Einheit zusammenzuführen. Wir danken dafür, dass unter der Leitung von guten Hirten unser Bistum zu einem Raum der Versöhnung zusammengewachsen ist, in dem sich die versöhnende Kraft Deiner Liebe ein wenig sichtbar darstellt.
In dieser Stunde denken wir vor allen Dingen an die Anfänge des Glaubens in unserer Heimat, in denen Du uns die große Gestalt des heiligen Martin, des Bischofs von Tours, geschenkt hast. Martin ist in unserem Land, der damaligen römischen Provinz Pannonien, geboren worden und gehört durch diese seine Herkunft für immer in besonderer Weise zu uns. Dem Wunsch seines Vaters entsprechend ist er römischer Soldat geworden und so nach Gallien gelangt, ans andere Ende des Kontinents. In einem frierenden Bettler ist er Dir, Herr Jesus Christus, begegnet, und in der Teilung seines Mantels – seines Hauses, können wir sagen – hat er Dich von innen her kennengelernt. Du hast ihm in Hilarius von Poitiers einen großen Lehrer geschenkt, der auch seinen Verstand erleuchtet hat und ihn damit vor dem Arianismus geschützt hat. So wurde er vor dieser falschen Form des christlichen Glaubens bewahrt, der den jungen Völkern ein verkleinertes Bild unseres Herrn übermittelte und so den Zugang zur Größe des wahren Glaubens hinderte. Auf den Spuren des heiligen Hilarius ist der heilige Martin noch einmal in seine Heimat zurückgekehrt und ihm folgend noch einmal nach Gallien gegangen, wo er den großen Auftrag seines Lebens erfüllt hat.
Auch heute ist unser Glaube durch Verkleinerungen bedroht, die ihn den Maßstäben der Welt unterwerfen und ihm damit seine Größe nehmen. Herr, hilf uns in dieser Stunde, wahrhaft katholisch zu sein und zu bleiben – ins Große Deiner Wahrheit, in Dein Gott-Sein hinein zu leben und zu sterben. Schenke uns immer großmütige Bischöfe, die uns in die Einheit mit dem Glauben und mit den Heiligen aller Zeiten hineinführen und uns zeigen, dass wir gerade so dem Dienst der Versöhnung entsprechen, der unserem Bistum in besonderer Weise aufgetragen ist. Herr Jesus Christus, erbarme Dich unser!
Benedikt XVI.
Vatikanstadt, Monastero „MaterEcclesiae“, 8. Juni 2019
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Gospodine Jezuše Kristuše,
prošlo je već od 1900 ljet,
od kada si Ti, Vječna Božja Rič,
stupio u naše vrime, utjelovio se,
postao človikom.
Ljudsko biće i človičji žitak Ti se nisi svlikao,
Ti si je prihvatio, proživio i pretrpio ča do smrti na križu
ter kot Goristali ostaješ zauvijek človik.
U svetoj Euharistiji
si uvijek med nami nazoči,
predaješ se u naše ruke i srca,
da more nastati jedno novo človičanstvo.
U ovoj uri naše povijesti hvalimo Ti
za milost, da si nas Ti pozvao u Svoju Crikvu.
Hvalimo Ti za sve lipo i veliko,
ča po njoj očito stupi u ov svit.
Mi Te i prosimo:
Pomozi nam, podnositi škurinu,
ka u njoj i uvijek nanovo pogibelno djeluje.
Hvalimo Ti i za onih 60 ljet,
u ki je sada naša domovina, Gradišće,
zrasla kot biškupija,
kot posebna obitelj u velikoj obitelji Božjoj.
Na kraju Prvoga svitskoga boja
pokinut i na kusiće podiljen je
veliki prostor stare Austrije,
ki je povezivao mnoge narode medjusobno.
Naša domovina ležala je ravno onde, kade su bile sada puči.
Tako je naša biškupija
polagano zrasla u novu zajednicu.
Naš nalog je zato,
pripeljati različite jezike i raznoliku povijest
u jedno nutarnje jedinstvo.
Hvalimo zato,
da je pod ravnanjem dobrih pastirov
naša biškupija zrasla na prostor pomirenja,
u kom se pomirajuća snaga Tvoje ljubavi
malo očita pokaže.
U ovoj uri mislimo
na početke vjere u našoj domovini,
u ki si nam Ti darovao veliki lik svetoga Martina, tourskoga biškupa.
Martin rodjen je u našoj zemlji, u Panoniji,
ter sliši po ovom svojem porijeklu
na poseban način za uvijek med nas.
I danas je naša vjera
u pogibeli zarad umanjivanj,
ke nju podlažu mjeram svita
i joj tim zimlju nje veličinu.
Gospodine, pomozi nam,
biti i ostati ljudi, ki vjeruju i išću,
ter živiti i umriti u veličinu Tvoje istine,
u Tvoje Božansko biće.
Daruj nam Duha jedinstva,
da vršimo onu službu,
ka je našoj Crikvi na poseban način izručena.
Gospodine Jezuše Kristuše, smiluj se nam!
Amen.
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Úr Jézus Krisztus,
több mint 1900 éve annak, hogy te, az Atya Örök Igéje beléptél az időbe, testet öltöttél – emberré lettél. Te nem vetetted le emberi mivoltodat, hanem ember voltodat magaddal vitted a kereszthalálba és mint feltámadott is örökre ember maradsz.
Te mindig jelen vagy az Oltáriszentségben, kezünkbe és szívünkbe adod magad, hogy ezáltal egy új emberiség születhessék.
Köszönjük neked történelmünk ezen órájában a kegyelmet, hogy meghívtál bennünket Egyházadba. Köszönjük neked azt szépséget és nagyságot, amely az egyház által megnyilvánul a világban.
Kérünk: segíts minket annak a sötétségnek az elviselésében, amely újra és újra felüti fejét az Egyházban.
Köszönjük neked azt, hogy 60 évvel ezelőtt Burgenland egyházmegyévé vált, egy önálló családdá, Isten nagy családjában.
Az első világháború befejeztével Ausztria, amely sok népet magában egyesített, felbomlott és darabokra hullt. A mi hazánk éppen ott terült el, ahol a szakadás bekövetkezett.
Így egyházmegyénk egy egységgé nőtt.
Feladata, hogy a különféle nyelvekből és sokszínű történelemből egy belső egységgé váljon.
Köszönjük neked, hogy jó pásztorok vezetése alatt egyházmegyénk a megbékülés helyévé változott, amelyben a te megbocsátó szereteted ereje megnyilvánul.
A hit kezdetére is gondolunk egyházmegyénkben, amelyben nekünk ajándékoztad a hit nagy alakját Tours-i Szent Mártont.
Márton a mi hazánkban született, az egykori római provincia Pannónia területén és származása által különösen hozzánk tartozik.
Ma is a hitetlenség veszélye fenyeget és így egyre jobban elveszíti a hit igazi nagyságát.
Urunk, segíts minket hívőnek és keresőnek lenni és maradni – igazságod nagyságában és Istenségedben élni és meghalni.
Ajándékozd nekünk az egység lelkét, hogy azt a feladatot teljesítsük, ami egyházunknak különleges feladata.
Urunk Jézus Krisztus könyörülj rajtunk! Ámen. |