Bischof Zsifkovics erinnert an Generalvikar Martin Korpitsch
Der 23. April wäre ein Freudentag gewesen: Martin Korpitsch wurde am 23. April 1956 in Graz geboren – heute wäre er 70 Jahre alt geworden. Wenige Wochen später, am 10. Mai, jährt sich zum fünften Mal der Tod des ehemaligen Generalvikars der Diözese Eisenstadt. Für Bischof Ägidius J. Zsifkovics Anlass, dankbar und bewegt an einen außergewöhnlichen Priester und Menschen zu erinnern.
"Martin Korpitsch war ein leidenschaftlicher Seelsorger, der die Menschen liebte, der immer für die Menschen da war, bis zur persönlichen Verausgabung", sagt Bischof Zsifkovics. "Er war mir nicht nur eine wichtige Stütze in der Leitung der Diözese, er war Mitbruder und mir ein guter Freund."
Bischof Zsifkovics zeichnet das Bild eines Priesters, der drei Wesensmerkmale seines Namenspatrons Martin von Tours in sich vereinte: Martin von Tours und Martin aus Mogersdorf waren Pilger, Seelsorger und Brückenbauer.
Als Seelsorger war er Tag und Nacht für die Menschen da, weil er Gott und die Menschen über alles liebte. Er begegnete jedem auf Augenhöhe, war kontaktfreudig, weltoffen und hatte viel Verständnis für Menschen in verschiedenen Lebenslagen. Und auch in seinen letzten Lebenswochen ließ er nicht ab: Auch in der letzten Phase seiner schweren Erkrankung schaffte er es immer wieder unter der Zuhilfenahme neuer Medien auf die Menschen zuzugehen, ihnen nahe zu sein und ihnen die Frohe Botschaft zu verkünden.
Bischof Zsifkovics fasst zusammen: "Generalvikar Martin Korpitsch war ein guter Hirte, ein unermüdlicher Brückenbauer und einen Seelsorger mit Herz, der fehlt!"
Als Zeichen der Verbundenheit wird Bischof Ägidius Ende Mai, im Rahmen seiner Visitation in der Region, das Grab von Martin Korpitsch in Mogersdorf besuchen und der Familie einen Besuch abstatten.
Aus dem Leben von Martin Korpitsch
Kanonikus Konsistorialrat Mag. Martin Korpitsch, Generalvikar der Diözese Eisenstadt und Dompropst des Kathedralkapitels zum hl. Martin in Eisenstadt, ist am 10. Mai 2021 friedlich eingeschlafen und hat seinen Pilgerweg auf dieser Erde beendet.
Sein Leben war geprägt von unermüdlichem Einsatz für die Menschen. Seine Kindheit verbrachte er in der Geborgenheit seiner großen Herkunftsfamilie in Mogersdorf. Nach dem Studium der Theologie in Wien und der Ausbildung im Priesterseminar wurde er am 29. Juni 1980 im Eisenstädter Martinsdom von Bischof László zum Priester der Diözese Eisenstadt geweiht. Es folgten Jahrzehnte als Kaplan, Sekretär, Pfarrer in mehreren Gemeinden und schließlich – ab 1. September 2013 – als Generalvikar der Diözese Eisenstadt, ein Amt, das er bis zu seinem Tod innehatte.