Bischof Zsifkovics: Ukraine nicht vergessen - stets im Herzen und im Gebet mittragen
Am vierten Jahrestag des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine schließen sich Bischof Ägidius Zsifkovics und die Diözese Eisenstadt dem Aufruf des Heiligen Vaters an, heute ganz besonders für das „gequälte ukrainische Volk“, einen gerechten Frieden und baldigen Wiederaufbau in dem von Bomben verwüstetem Land zu beten.
Um unsere Solidarität mit der Ukraine zum Ausdruck zu bringen, war der Martinsdom den ganzen Tag über in den ukrainischen Nationalfarben blau und gelb beleuchtet. Die Domkirche selbst war ganztägig zum Innehalten und für das persönliche Gebet geöffnet, auch Gedenkkerzen konnten entzündet werden.
Um 12 Uhr fand im Dom ein Friedensgebet mit Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und Schüler:innen des Wolfsgarten, dem Gymnasium der Diözese Eisenstadt, statt, am Abend um 18 Uhr ein musikalisches Gedenken: „Klänge für den Frieden“ – ein Konzert des Saitenensembles der Familie Tulyuk aus der Ukraine.
Es seien dies „Zeichen der Ohnmacht“ angesichts der immer noch währenden Zerstörung und Verwüstung, all des vielen Leidens der Bevölkerung und der fehlenden Aussicht auf Frieden, so Bischof Zsifkovics.
„Wir möchten den Ukrainerinnen und Ukrainern versichern, dass sie nicht vergessen sind, auch wenn die Weltpolitik ihren Blick oftmals auf Anderes lenkt. Wir tragen die Menschen in unseren Herzen und in unserem Gebet mit. Gerade da, wo Situationen hoffnungslos erscheinen, sind Gebet und äußere Zeichen der Solidarität besonders wichtig“, so der Bischof weiter.
Er dankt den vielen Ukrainer:innen, dich sich in unserer Diözese und ganz Österreich engagieren, für ihr beeindruckendes Zeugnis des Glaubens und Durchhaltens. Froh ist er zudem über die anhaltende Unterstützung der Ukraine seitens der Bundes- Landesregierung und der EU, und die Unterstützung vieler Burgenländer:innen, und bittet darum, dass dieser Unterstützungswille nicht abbricht: „Die Ukraine und ihre Bürgerinnen und Bürger weiterhin offenherzig zu unterstützen, ist ein Gebot der Nächstenliebe.“ Diese Unterstützung ist nicht nur jetzt wichtig, solange der Krieg noch andauert, sondern wird beim Wiederbau des von Leid geprüften Landes ebenso bedeutsam sein. „Wir dürfen nicht vergessen, die Ukraine hat ein Recht auf einen gerechten Frieden, sowie auf Sicherheitsgarantien für einen nachhaltigen Frieden und sie bedarf der Mithilfe aller, um das Land wiederaufzubauen“, so Bischof Zsifkovics. Notwendig für all dies sei außerdem eine realistische und glaubwürdige Zukunftsperspektive für die Ukraine, Teil der Europäischen Union zu werden.
Weg für den Frieden öffnen
Angesichts vier Jahre schrecklichen Krieges könne man nur die Worte von Papst Leo beim Angelusgebet vom letzten Sonntag (22. Februar) wiederholen: „Wie viele Opfer, wie viele zerbrochene Leben und Familien, wie viel Zerstörung, wie viel unaussprechlicher Schmerz! Jeder Krieg ist wahrlich eine Wunde, die der gesamten Menschheitsfamilie zugefügt wird: Er hinterlässt Tod, Verwüstung und eine Spur des Leids, die Generationen zeichnet. … Die Waffen mögen schweigen, die Bombardierungen aufhören, es möge unverzüglich ein Waffenstillstand erreicht und der Dialog verstärkt werden, um den Weg für den Frieden zu öffnen.“