Diözese Eisenstadt setzt auf stabile Entwicklung und gelebte Schöpfungsverantwortung
Die Kirchenstatistik 2025 zeigt eine stabile Entwicklung. Zugleich setzt die Diözese Eisenstadt mit ihrer Energiegemeinschaft auf Nachhaltigkeit.
Die Diözese Eisenstadt blickt auf ein statistisch rundum solides Jahr 2025 zurück und verbindet ihren Seelsorgeauftrag in den Pfarren mit gelebter Schöpfungsverantwortung. Wie aus der aktuellen Kirchenstatistik hervorgeht, zählte die katholische Kirche im Burgenland mit Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt 175.653 Katholikinnen und Katholiken, womit sich der Trend moderater Rückgänge gegenüber dem Vorjahr (2024: 177.848) fortsetzt. Ein positives Signal zeigt sich bei den Kirchenaustritten, die mit 1.758 Personen im vergangenen Jahr spürbar unter dem Wert von 2024 (1.850 Austritte) lagen. Zugleich eröffnet die Kirche neue, niederschwellige Wege des Zugangs: Allein 54 Personen nutzten das neue Service des Online-Wiedereintritts, um unkompliziert wieder Teil der katholischen Kirche zu werden.
Als Vorzeigeprojekt für diesen Weg – die Kirche über zukunftsweisende Projekte greifbar zu machen – erweist sich die „Martinus Energiegemeinschaft“, die sich als regionales Energie-Ökosystem im gesamten Burgenland etabliert hat. Über mittlerweile 36 Photovoltaikanlagen auf kirchlichen Dächern und Grundstücken wird der überschüssige Sonnenstrom nicht mehr anonym ins öffentliche Netz eingespeist, sondern innerhalb der Gemeinschaft direkt geteilt. Mittlerweile sind bereits 65 Pfarren im Burgenland sowie diözesane Einrichtungen und Mitarbeiter:innen Teil dieses Netzwerks – im nächsten Schritt sollen auch Privatpersonen angesprochen werden. Das Prinzip bietet sowohl für Stromeinspeiser als auch für reine Strombezieher – selbst ohne eigene PV-Anlage – Vorteile und ist sehr unbürokratisch gestaltet.
Neben der Entlastung von Verwaltung und Energiekosten versteht sich die Martinus Energiegemeinschaft als Vorreiterin für weitere Zukunftsschritte wie gemeinsame Speicherlösungen und E-Ladeinfrastrukturen. So wird die Kirchenstatistik 2025 von einer Initiativkraft begleitet, die zeigt, wie kirchliche Gemeinschaft und gelebte Schöpfungsverantwortung im Burgenland Hand in Hand gehen.