Gemeinsame Geschichte lebendig gemacht: 500 Jahre Schlacht bei Mohács
Diözesanbischof Dr. Ägidius J. Zsifkovics besuchte am 18. Juni die Diözese Győr und nahm an der feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Glänzende Jahrhunderte – Religion, Kunst und Kultur in der mittelalterlichen Diözese Győr" teil, die anlässlich des bevorstehenden 500. Jubiläums der Schlacht bei Mohács auch Leihgaben aus Eisenstadt zeigt.
Auf Einladung des Diözesanbischofs Dr. András Veres besuchte Diözesanbischof Dr. Ägidius J. Zsifkovics am 18. Juni die Diözese Győr. Der feierliche Empfang fand im Diözesanarchiv statt, wo ihn Direktor Dr. Gábor Nemes und sein Team herzlich willkommen hießen. Nach einem kurzen, produktiven Arbeitsgespräch setzten die Teilnehmer ihren Besuch im Besucherzentrum fort.
Feierliche Eröffnung einer besonderen Ausstellung
Das Treffen unterstreicht die tiefe Verbundenheit der beiden Diözesen, die bereits seit dem Jahr 2010 eine enge Partnerschaft im Bereich Kunst und Kultur pflegen. So präsentierte die Diözese Eisenstadt in der Vergangenheit schon mehrfach wertvolle Exponate aus der Mutterdiözese Győr, wie etwa zu den großen Jubiläumsausstellungen zum 50- und 60-jährigen Bestehen der Diözese Eisenstadt. Auch auf digitaler Ebene arbeiten die Diözesanarchive seit 2012 erfolgreich bei der Digitalisierung historischer Matriken zusammen.
Der Hauptanlass des aktuellen Besuchs in Győr war die feierliche Eröffnung einer besonderen Ausstellung, die im Gedenken an das bevorstehende 500. Jubiläum der Schlacht bei Mohács ins Leben gerufen wurde. Unter dem Titel "Glänzende Jahrhunderte – Religion, Kunst und Kultur in der mittelalterlichen Diözese Győr" erinnert die Mutterdiözese an diesen historischen Wendepunkt. Im Rahmen des Festakts im Besucherzentrum am Kapittelhügel hielten Altbischof Dr. Lajos Pápai, Diözesanbischof Dr. Ägidius J. Zsifkovics, der Kunsthistoriker Árpád Mikó sowie Dr. Gábor Nemes die Festansprachen.
Geschichte in ihrer Gesamtheit abbilden
Inhaltlich widmet sich die Schau dem reichen christlichen, kulturellen und künstlerischen Erbe, das sich in den Jahrhunderten vor der Schlacht in der Region entfalten konnte. Dabei stehen das Leben der Bischöfe und Priester, die Ordensgemeinschaften, die tiefe Religiosität und das Wallfahrtswesen ebenso im Mittelpunkt wie die damalige Bildung, Schriftlichkeit, Kunst und Kultur auf dem Gebiet der mittelalterlichen Diözese. Bei der Konzeption der Ausstellung wurde großer Wert darauf gelegt, die Geschichte in ihrer Gesamtheit abzubilden. Die Exponate stammen nicht nur aus dem heutigen Győr, sondern aus dem gesamten historischen Diözesangebiet, weshalb auch Leihgaben aus den Diözesen Szombathely und Eisenstadt zu sehen sind.
Fruchtbare Zusammenarbeit mit der Mutterdiözese
Diözesanbischof Zsifkovics betonte in seiner Ansprache die Bedeutung dieser fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Mutterdiözese und bedankte sich ausdrücklich für die jahrelange Unterstützung. Er hob hervor, dass es ihm eine besondere Ehre sei, dass die Diözese Eisenstadt zur Entstehung dieser bedeutenden Ausstellung beitragen konnte. Die zur Verfügung gestellten Kunstwerke seien Zeugen jenes gemeinsamen geistlichen und kulturellen Erbes, das über Jahrhunderte hinweg die Völker und kirchlichen Gemeinschaften der Region miteinander verbunden hat und auch heute noch verbindet.
Wer die Ausstellung selbst erleben möchte, hat dazu im Besucherzentrum in Győr (Káptalandomb 1) noch bis zum 15. Juni 2027 Gelegenheit.
Die Tore sind von Montag bis Sonntag jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Für telefonische Rückfragen steht die Nummer +3630 255 1363 zur Verfügung.