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© Diözese Eisenstadt/Rupprecht
27.12.2025
Predigt

Predigt zum Abschluss des hl. Jahres

Martinsdom, am 27. Dezember 2025

 

In der Christmette vor einem Jahr hat noch Papst Franziskus das Hl. Jahr eröffnet und die Hl. Pforte im Petersdom in Rom mit dem Rollstuhl als „erster Pilger der Hoffnung“ durchschritten. Am Fest der Heiligen Familie feiern wir den Abschluss des Hl. Jahres mit allen Diözesen weltweit – so heute am Vorabend dieses Festes mit diesem feierlichen Gottesdienst hier im Martinsdom und zugleich mit der Segnung und Sendung unserer Sternsinger. Am Dreikönigsfest wird dann Papst Leo die Hl. Pforte im Petersdom schließen und so das Hl. Jahr für die Katholische Kirche beenden. Was war die Absicht dieses Hl. Jahres?

 

Die erste und wichtigste Absicht

war es, den Blick auf Jesus Christus zu lenken. Symbolisch wurde das mit der Aufstellung eines Kreuzes in den Domkirchen auf der ganzen Welt zum Ausdruck gebracht. Hier bei uns ist es das „Kreuz aus der ehemaligen Kapelle des Knabenseminars in Mattersburg“, dass vielen Absolventen und auch Priestern unserer Diözese vertraut und ans Herz gewachsen ist und wo viele – auch ich darf mich dazuzählen – ihre Berufung zum Priester erfahren haben. Dieses Kreuz soll nach diesem Hl. Jahr seinen endgültigen Platz in der neuen Kirche v. Bruckneudorf finden. Es freut mich, dass der Herr Pfarrer und Bürgermeister mit Vertretern aus Bruckneudorf gekommen sind, um das Kreuz in Empfang zu nehmen – danke dafür! So Gott will, wird am Beginn der Fastenzeit dieses „Mattersburger Kreuz“ in Bruckneudorf aufgestellt werden und der Spatenstich zum Neubau der Kirche erfolgen.


Jedes Kreuz – so auch dieses unser Jubiläumskreuz – erinnert uns an das Leben und Leiden, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Die Vorsehung Gottes hat es gefügt, dass dieses Hl. Jahr mit dem Jubiläum des ersten ökumenischen Konzils von Nicäa vor 1700 Jahren zusammenfällt. Das Konzil von Nicäa lenkt den Blick der Christenheit auf die Person Jesu Christi, der wahrer Gott und wahrer Mensch ist und uns im Kind von Bethlehem sein Gesicht gezeigt hat – das ist auch die zentrale und hoffnungsvolle Botschaft von Weihnachten. 
Gerade in Zeiten von Krisen und Umbrüchen braucht es in Kirche und Gesellschaft den Blick auf das Kreuz und die Person Jesu Christi, den Retter und Heiland, wie wir in unseren Weihnachtsliedern singen. Die Botschaft vom Kreuz ist heute vielen – leider auch vielen Christen – bereits fremd und weithin auch gleichgültig geworden. Manche sehen im Kreuz eine Vereinnahmung des Menschen durch die Kirche und lehnen es im Sinne einer falsch verstandenen Säkularisierung als Symbol im öffentlichen Raum ab. Mit dem Verschwinden des Kreuzes verdunsten auch der Glaube und unsere christlichen Werte, weil wir Menschen auch Zeichen brauchen, die uns an Gott, Glaube, Kirche und christliche Werte wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Vergebung, Versöhnung und Frieden erinnern. Jesus in der Krippe und am Kreuz ist Mitte u. Ziel unseres Glaubens, unser Begleiter, unsere Hoffnung. Der Blick auf das Kreuz erinnert uns daran, damit wir es nie vergessen

 

Die zweite Absicht des Hl. Jahres

war es Hoffnung dorthin zu tragen, wo sie verlorengegangen ist, daher das Motto dieses Hl. Jahres „Pilger der Hoffnung“ zu sein. Unsere gegenwärtige Welt braucht Hoffnung, denn es macht sich unter uns durch die verschiedenen Krisen, die wir gerade erleben – Klimakrise, Umweltkrise, Handels- und Finanzkrise, Politische Krise, Glaubenskrise bis hin zur Krise in unseren Familien – eine große Hoffnungslosigkeit, Resignation und Gleichgültigkeit breit. Das ist ein fruchtbarer Boden für Scharfmacher, Populisten und Demagogen mit ihren spalterischen und hasserfüllten Parolen. Anstatt den Menschen Hoffnung zu geben, werden Angst, Hass und Nationalismus verbreitet und so unsere Familien, Gemeinden, Länder und Gesellschaften vergiftet und gespalten, hier bei uns, in Europa u. auch weltweit. Die Folgen dieser Politik erleben wir gerade heute. Was hat Papst Franziskus sich für dieses Jahr gewünscht? Tragen wir als „Pilger der Hoffnung“ wieder Hoffnung dorthin, wo sie verlorengegangen ist: in unsere Familien, Pfarrgemeinden, Vereine und Institutionen, in Kirche u. Gesellschaft – Politik, Medien, Kirchen und Religionsgemeinschaften tragen dabei große Verantwortung! Und wie kann das gelingen? Der Apostel Paulus erinnert in der 2. Lesung seine Gemeinde in Kolossä daran, sich als Erwählte Gottes, als Christen mit Erbarmen, Güte, Demut, Milde und Geduld zu bekleiden. Und er fügt noch hinzu: „Ertragt einander und vergebt einander, liebt einander und seid dankbar.“ Diese Worte sind eine Anleitung für ein christliches Miteinander in unseren Familien und Pfarrgemeinden, sie helfen mit, heute christliche Familie und Gesellschaft aufzubauen und tragen bei zum Zusammenleben, Zusammenhalt, Frieden in der Welt. Das Fest der Hl. Familie erinnert uns jedes Jahr von neuem daran! 

 

Die dritte Absicht des Hl. Jahres

war es, die Botschaft v. Weihnachten hinauszutragen und im Alltag zu bezeugen. Daher ist es sehr sinnvoll, dass wir den Abschluss des Hl. Jahres mit der Aussendung unserer Sternsinger verbinden. In diesen Tagen werden bei uns im Burgenland 5.200 Sternsinger wie die Engel von Bethlehem die Botschaft von der Geburt Jesu in unsere Häuser und Familien tragen, ein konkretes und lebendiges Glaubenszeugnis geben, dabei Menschen in Not – dieses Jahr für Tanzania – sammeln und helfen. Im Vorjahr waren es 870.000 Euro. Als Bischof danke ich allen SternsingerInnen u. BegleiterInnen, unseren Pastoralen Diensten und Pfarren für das große Engagement in der Vorbereitung und Durchführung dieser größten Kinder- und Jugendaktion der Kirche unseres Landes. Ihr seid heute die „Pilger der Hoffnung“ und „Engel von Bethlehem“, die vielen Menschen Freude, Hoffnung und Hilfe bringen. Ich bin stolz auf Euch und danke Euch und Euren Familien von ganzen Herzen dafür – damit bezeugt Ihr, dass Glaube und Kirche auch bei den Kindern und Jugendlichen lebt.

 

Nicht nur die Sternsinger, sondern wir alle sind aufgerufen als „Pilger der Hoffnung“ überall dorthin Hoffnung zu tragen, wo sie verlorengegangen ist. Beginnen wir damit bei uns selber und in unseren Familien und in unserer Umgebung. Damit wir selber die Hoffnung nicht verlieren, schauen wir immer wieder auf das Kreuz Jesu Christi. 


Dieses Hl. Jahr und der letzte Buchtitel des verstorbenen Papstes Franziskus sind ein Bekenntnis und Auftrag an uns alle: Hoffe! 


Wie die Sterndeuter damals von der Krippe in Bethlehem sollen auch wir nach diesem Hl. Jahr auf einem anderen Weg nach Hause zurück kehren und noch mehr „Pilger der Hoffnung“ in dieser Welt sein – das Kind in der Krippe begleite uns dabei mit seinem Segen!

 

Amen.

Ägidius J. Zsifkovics

Bischof von Eisenstadt

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