Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü:
  • Glaube
  • Themen
  • Unterstützung

Hauptmenü:
  • Glasnik
  • Termine
  • Bischof
  • Pfarren
  • Diözese

Hauptmenü ein-/ausblenden
  • Statuten und Downloads
  • Grundlagen und Service
  • Datenblatt
Pfarrgemeinderat
Hauptmenü:
  • Statuten und Downloads
  • Grundlagen und Service
  • Datenblatt

Inhalt:
Dieses Bild ist urheberrechtlich und durch Copyright geschützt. Jede Verwendung bedarf der schriftlichen Zustimmung des Erstell, Andreas Schütz
27.03.2026

PGR Kompass 2025

 

Der PGR-Kompass 2025 bestätigt weitgehend die Ergebnisse des ersten PGR-Kompasses 2024. 3.122 (2024: 3114) Pfarrgemeinderät:innen zwischen 16 und 89 Jahren aus allen Diözesen Österreichs haben den Fragebogen ausgefüllt. Die Motivation in den Pfarrgemeinderäten ist hoch. Als Herausforderungen bleiben das Gewinnen neuer Mitglieder mit Blick auf die PGR-Wahl am 7. März 2027, das Zusammenwirken in Unterschiedlichkeit der Altersgruppen, Milieus und Funktionen sowie das Schaffen von Freiräumen für Entwicklungen.

 

 

Aktuelle Ergebnisse

 

Die Befragung zeigt eine hohe Zufriedenheit der Ehrenamtlichen mit ihrer Arbeit im Pfarrgemeinderat. Das Hauptmotiv für das Engagement ist der Wunsch, das „Pfarrleben aktiv mitzugestalten“ (knapp 80%) sowie konkret den „Glauben aktiv zu leben“ (36%) und die Möglichkeit, sich projektorientert zu engagieren (36%).

Fast 90% sind mit der organisatorischen Arbeit des Pfarrgemeinderates zufrieden bzw. eher zufrieden, 85% mit dem Zusammenwirken innerhalb des Pfarrgemeinderates und immerhin noch 80% mit der seelsorglichen Arbeit des Pfarrgemeinderates.

 

Mehr als 90% können ihre „Kompetenzen zufriedenstellend einbringen“ und ebenfalls mehr als 90% der Befragungsteilnehmer:innen erfahren Wertschätzung durch die anderen Mitglieder des Pfarrgemeinderates.

Die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit innerhalb der Pfarrgemeinderats-Gremien wird auch 2025 vor allem positiv bewertet. Die Zustimmungsraten bei der Frage nach gleichberechtigten Möglichkeiten verschiedener Gruppen im PGR sind: Männer/Frauen (94%), Jüngere/Ältere (89%) und Hauptamtliche/Ehrenamtlich (84%).

 

Die teilnehmenden Pfarrgemeinderät:innen konnten sich zu 22 Themenbereichen der Pfarrpastoral zuordnen. Die Top 6-Nennungen blieben im Vergleich zu 2024 nahezu unverändert: Feste und Feiern (zwei Drittel), Liturgische Dienste (die Hälfte), Öffentlichkeitsarbeit (ein Drittel) und Soziales (28%) wurden am häufigsten als thematische Zuständigkeitsbereiche genannt. Mit gut 31% ebenfalls ganz oben: Kinder- und Jugendpastoral. Neu mit ebenfalls 31% hinzu kamen „Instandhalte-Arbeiten“.

 

Für 82 Prozent der Befragungsteilnehmer:innen sind Glaube und Spiritualität im Engagement wichtig. Drei Viertel finden, dass Glaube und Spiritualität bei der Entscheidungsfindung im Pfarrgemeinderat wichtig sind. Immerhin 63% sind der Meinung, dass das Wirken im Pfarrgemeinderat ihnen hilft, ihren Glauben zu leben.

 

Mit Blick auf die Pfarrgemeinderatswahl 2027 sind 42% zuversichtlich, neue Mitglieder für die PGRs gewinnen zu können, 37% schätzen es im Oktober 2025, eineinhalb Jahre vor der PGR-Wahl 2027 als „eher schwierig“ ein, Kandidat:innen zu finden.

 

Der PGR-Kompass wird in der PGR-Periode 2022-2027 jeweils im Oktober 2024, 2025, 2026 durchgeführt, um Entwicklungen zu zeigen und Grundlagen für die Unterstützungsarbeit für PGRs in den Diözesen zu schaffen.

2026 wird der Akzent auf der Pfarrgemeinderatswahl liegen, die am 7. März 2027 in allen österreichischen Diözesen durchgeführt wird. Schon jetzt, im Frühjahr 2026, starten die Vorbereitungen dafür in den Diözesen.

 

 

Zentrale Inhalte der Befragung „PGR-Kompass 2025“

 

Pfarrgemeinderäte werden von erfahrenen Ehrenamtlichen getragen. Die Befragten sind im Schnitt 56,4 Jahre alt, 60,5 % sind Frauen, 93 % engagieren sich ehrenamtlich. Jede fünfte befragte Person ist bereits seit mehr als 20 Jahren im Pfarrgemeinderat aktiv, ein Drittel der Befragungsteilnehmer:innen ist 2022-27 in der ersten Wirkungsperiode.

 

Das Engagement ist stark intrinsisch motiviert. Am wichtigsten ist der Wunsch, das Pfarrleben aktiv mitzugestalten, den Glauben zu leben und konkret an Projekten zu arbeiten.

 

Die Zufriedenheit ist insgesamt hoch und weitgehend stabil. Besonders positiv bewertet werden die Zusammenarbeit im Pfarrgemeinderat sowie die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen. Im Vergleich zu 2024 zeigen sich hier keine größeren Einbrüche, eher leichte Verbesserungen.

 

Synodalität wird im Alltag meist positiv erlebt. Zusammenarbeit, Beteiligung und Konfliktkultur werden überwiegend konstruktiv eingeschätzt. Auffällig ist vor allem ein Aufwärtstrend bei der Vorbereitung und Moderation von Sitzungen sowie bei der Klarheit der Kommunikation. Zugleich sagt ein spürbarer Teil der Befragungsteilnehmer:innen, dass Konflikte nicht immer offen, sachlich oder wertschätzend bearbeitet werden.

 

Die Zukunft wird engagiert, aber nicht sorgenfrei gesehen. Die Offenheit für Vielfalt ist gewachsen, ebenso die Bereitschaft, neue Formen der Zusammenarbeit für jüngere Menschen zu entwickeln. Gleichzeitig ist die Zuversicht, genug Kandidatinnen und Kandidaten für die nächste Wahlperiode zu finden, eher durchwachsen.

 

Pfarrgemeinderäte werden als Orte der Hoffnung und Generationenverbindung wahrgenommen. In den Antworten dominiert ein vorsichtiger Optimismus. Innerhalb der PGRs wird die generationenverbindende Haltung positiv gesehen, zugleich bestehen Zweifel, ob die Angebote tatsächlich alle Generationen erreichen und gesellschaftlich stärker ausstrahlen.

 

Leitung funktioniert überwiegend gut, braucht aber mehr Unterstützung. Einfache Mitglieder bewerten Leitung mehrheitlich positiv. Leitungspersonen selbst erleben ihre Rolle ebenfalls positiv, sagen aber zugleich häufig, dass sie sich nicht ausreichend vorbereitet fühlen; mehr als ein Drittel sieht hier Defizite, fast jede fünfte Leitungsperson erlebt Überforderung.

 

 

„Pfarrgemeinderat ist die Königsklasse des Ehrenamts“

 

Die Präsentation des PGR-Kompasses 2025 fand im Rahmen eines österreichweiten ONLINE-Forums „PGR – Ehrenamt mit Wirkung“ am 23.3.2026 mit 130 PGR-Mitgliedern statt. Pfarrgemeinderäte sind haupt- und ehrenamtlich zusammengesetzt, dieser Abend galt den Ehrenamtlichen. Birgit Bathic-Kunrath, Leiterin des Befragungsprojektes PGR-Kompass (ifz) und Ehrenamts-Referentin Barbara Krotil aus der Diözese Graz-Seckau haben Impulse zu den Fragen:

  1. Wie gelingt Zusammenwirken und Entscheidungsfindung in Vielfalt?
  2. Wie kann der Pfarrgemeinderat Verantwortung für Kirche und Gesellschaft übernehmen?
  3. Was motiviert, stärk, freut Ehrenamtliche?

„Dem Anders-Sein Platz geben und Fehler erlauben.“

 

„Der PGR-Kompass 2025 ergab insgesamt eine hohe Zufriedenheit mit der Sitzungskultur, Wertschätzung im PGR, wie Entscheidungen fallen und wie mit unterschiedlichen Meinungen umgegangen wird“, referierte Birgit Bahtic-Kunrath. Gleichzeitig stellte Kunrath fest, dass etwa ein Fünftel der Befragungsteilnehmer:innen der Meinung sind, dass nicht immer offen und sachlich diskutiert wird und dass kritische Stimmen nicht immer genug Raum bekämen.

 

Barbara Krotil betonte, dass die Zufriedenheit bei Ehrenamtliche umso größer wird, je mehr dem Anders-Sein wertschätzend Platz gegeben wird, „die Menschen nicht als Arbeitskraft, sondern als Person gesehen werden“. Weiter plädierte Krotil dafür, Fehler zu erlauben und neue Ideen zu begrüßen.

„Wie wird das Leben der Menschen durch unser Engagement besser, leichter, freudiger?“

 

Birgit Bahtic-Kunrath berichtete, dass die Pfarrgemeinderät:innen sich sehr wohl als wirksam in der Gesellschaft erleben, wenngleich auch die Frage zu stellen ist, inwiefern der PGR gesellschaftspolitisch wirksam werden kann. Jedenfalls sei der Pfarrgemeinderat ein „Engagement, das vom Glauben getragen ist“.

Barbara Krotil fragte, wie Pfarrgemeinderät:innen über ihr Engagement in ihrem Umfeld sprechen und umgekehrt, wie sehr die Pfarrgemeinderäte am Leben der Menschen Anteil nehmen. Wie oft würde sich ein PGR die Frage stellen, ob „durch die eigene Tätigkeit das Leben von Menschen besser, leichter, freudiger würde“. Sie berichtet von einer positiven Erfahrung aus der Diözese Graz-Seckau: Der Einladung zu einer Veranstaltung zum Thema „Trauer“ folgten überraschend viele und überraschend verschiedene Menschen.

 

Ehrenamt ist persönliche Bereicherung und selbstgewählt

 

Birgit Bahtic-Kunrath filterte aus den offenen Fragen des PGR-Kompasses vier Strategien für das Gewinnen von neuen Menschen für den Pfarrgemeinderat. Der PGR-Kompass zeigt: Heutiges Ehrenamt ist persönlicher Gewinn. Direkte Ansprache; sanfte/niedrigschwellige Einstiege; Einfühlung in andere Lebenswelten; Schaffen von neuen Angeboten sind mögliche Wege zu einem erfolgreichen Gewinnen von Ehrenamtlichen.

Barbara Krotil zeigte, dass das Ehrenamt immer häufiger selbstgewählt ist. Das bedeutet, Personen wollen sich engagieren und informieren sich über Plattformen, wo ihr Ehrenamt gefragt sein könnte und welches sie durch seine Präsentation anspricht. Die Menschen wählen ein Ehrenamt, das zu ihnen passt.

 

Mit Blick auf den Freiwilligenbericht des österreichischen Sozialministeriums sagte Krotil, dass die Zahlen des Ehrenamts gleich hoch bleiben, die Dauer und die Intensität jedoch abnehmen. „Mit Blick auf diesen Trend ist der Pfarrgemeinderat die Königsklasse des Ehrenamts“. Das bedeutet, dass das Hinhören auf mögliche Engagierte an erster Stelle steht und es verschiedene Formen des Sich-Einbringens in die Pfarrgemeinde geben muss.

zurück

nach oben springen
  • Nachricht schreiben
Pfarrgemeinderat

St. Rochus-Straße 21 (Eingang: Domplatz 2)
7000 Eisenstadt

Tel.: +43 2682 777
Fax: +43 2682 777-252
E-Mail: pgr@martinus.at
https://www.martinus.at/pgr
Impressum
  Anmelden
nach oben springen