Ökumenische Pilgerreise
Unter der Leitung von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, Metropolit Arsenios Kardamakis sowie dem evangelischen Superintendenten em. Manfred Koch unternahm eine Pilgergruppe der Diözese Eisenstadt eine eindrucksvolle ökumenische Reise nach Kreta. Das vielschichtige Programm spannte einen weiten Bogen von den Ursprüngen des frühen Christentums bis hin zu festlichen liturgischen Feiern im Zeichen gelebter ökumenischer Verbundenheit.
Heraklion/Kreta – Die Reise führte die burgenländische Gruppe zu zahlreichen spirituell und historisch bedeutsamen Stätten der Insel. Neben Besuchen der Lassithi-Hochebene, der Klöster Panagia Kera und Toplou sowie des berühmten Palmenstrandes von Vai bildeten insbesondere die Begegnungen mit der orthodoxen Kirche vor Ort die Höhepunkte der Reise. Im Kloster von Metropolit Arsenios – das Kloster Agios Georgios Apanosifis – sowie in allen anderen Klöstern, die die Gruppe besuchte, wurde sie mit herzlicher Gastfreundschaft empfangen. In Heraklion wurde die traditionelle Titus-Prozession vom orthodoxen Erzbischof Eugenios II. angeführt, an der eine Vielzahl an Metropoliten und auch Bischof Ägidius mit der Pilgergruppe teilnahm. Zum Fest Christi Himmelfahrt der orthodoxen Kirche feierten Metropolit Arsenios gemeinsam mit orthodoxen Würdenträgern im Beisein von Bischof Zsifkovics und Superintendent em. Koch die göttliche Liturgie im geschichtsträchtigen Kloster Arkadi, das weltweit als Sinnbild für Ökumene, Freiheit und Menschenwürde gilt. Einen besonderen kulturellen Teil der Reise bildete der Besuch der minoischen Ausgrabungsstätte von Knossos.
Das österliche Halleluja als Lied des Lebens
In der katholischen Kirche St. Johannes der Täufer in Heraklion spannte Bischof Zsifkovics bei der heiligen Messe bemerkenswert den Bogen vom Finale des Eurovision Song Contest 2026 in Wien, hin zur österlichen Botschaft. So wie der unerwartete Sieg Bulgariens sämtliche Prognosen widerlegt habe, sei auch die Auferstehung Jesu die größte Überraschung und Hoffnung der Menschheitsgeschichte. Zugleich rief er dazu auf, das österliche Halleluja als Lied des Lebens in die Welt hinauszutragen.
Gemeinsam Missionare sein
Im Rahmen einer ökumenischen Andacht, die in der archäologischen Stätte Gortyn stattfand, nahe der St. Titus-Basilika, einer eindrucksvollen Ruine einer frühchristlichen Kirche aus dem 6. Jahrhundert, die an den hl. Titus, den der Apostel Paulus mit der Verbreitung des Christentums auf Kreta betraut hatte, erinnert, betonte Superintendent em. Koch, dass sich wahres Christsein nicht in bloßer Pflichterfüllung erschöpfe. Vielmehr lebe es aus der beständigen Bereitschaft zur inneren Erneuerung aus der Liebe Gottes heraus. Mit einem eindringlichen Appell schloss er: "Lasst uns gemeinsam Missionare sein."
Am Vorabend der Heimreise gedachte man in herzlicher Verbundenheit des 70. Geburtstages von Superintendenten em. Manfred Koch. Aus diesem Anlass überbrachte Bischof Ägidius einen Apostolischen Segen von Papst Leo XIV.. Darüber hinaus übermittelte Metropolit Arsenios einen persönlichen Segensgruß des Orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I., der Manfred Koch für dessen unermüdlichen Einsatz zugunsten der Ökumene im Burgenland und in ganz Österreich dankte.
Link