Ökumenische Pilgerreise der Diözese Eisenstadt nach Kreta
Das Pilgerbüro der Diözese Eisenstadt organisierte eine ökumenische Pilgerreise nach Kreta unter der Leitung von Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics, die diese Woche stattfindet.
Heraklion/Kreta, 18. Mai 2026 – Auf der griechischen Insel erwartet die Gruppe ein vielfältiges Programm – getragen vom gemeinsamen Geist der verschiedenen christlichen Traditionen, die diese Reise verbindet. Mit dabei sind auch Metropolit Arsenios sowie Superintendent em. Manfred Koch.
Gottesdienst, Museum und Titus-Prozession
Der Sonntagsgottesdienst in der katholischen Pfarre Heraklion wurde von Pater Matthias geleitet. Bischof Zsifkovics dankte ihm und der Gemeinde herzlich für die Gastfreundschaft. Im Laufe des Tages besuchte die Pilgergruppe zudem das Archäologische Museum Heraklion. Den Abschluss des Tages bildete die Teilnahme an der Prozession der orthodoxen Gemeinde zur Verehrung des heiligen Titus, des Schutzpatrons und ersten Bischofs der Insel sowie Weggefährten des Apostels Paulus. Der Diözesanbischof, der Metropolit und der Superintendent em. waren eingeladen, gemeinsam mit dem orthodoxen Erzbischof von Kreta, Eugenios II., und anderen orthodoxen Würdenträgern, die Prozession anzuführen.
Die Predigt: Eurovision Song Contest und Osterbotschaft
In seiner Predigt knüpfte Bischof Zsifkovics an den Vorabend an: Am Samstag hatte in Wien das Finale des Eurovision Song Contests 2026 stattgefunden – das Jubiläum zum 70. Mal. Österreich war mit Cosmo aus Halbturn im Burgenland und seinem Lied "Tanzschein" vertreten, Griechenland mit Akylas und dem Song "Ferto". Die große Überraschung des Abends lieferte Bulgarien: Dara gewann mit ihrem Song "Bangaranga" den Wettbewerb – unvorhergesehen von den meisten Prognosen.
Bischof Zsifkovics zog aus diesem Ereignis drei Verbindungslinien zur Osterbotschaft: Erstens die Hingabe, Liebe und Verletzlichkeit – Eigenschaften, die sowohl den Auftritt beim Song Contest als auch Jesu Weg ans Kreuz kennzeichnen. Zweitens die Überraschung: So wie Bulgarien niemand auf dem Radar hatte, sei auch die Auferstehung Jesu die größte Überraschung der Menschheitsgeschichte – ein neues Zeichen des Lebens und der Hoffnung. Drittens das Weitersingen: So wie der Siegersong rund um die Welt getragen werde, seien Christinnen und Christen eingeladen, das österliche Halleluja – die Botschaft von Leben und Hoffnung – in alle Welt hinauszusingen.
Bischof Ägidius Zsifkovics lädt alle Getauften ein: "Die Osterbotschaft ist eine Einladung an uns, das Lied des Lebens und der Hoffnung, das durch Jesu Tod und Auferstehung in diese Welt hineingesungen wurde, weiterzusingen – mit dem österlichen Halleluja. So werden wir Christen zu Sängerinnen und Sängern, die dieses Halleluja am besten mit ihrem Leben bezeugen."