Muttertagssammlung 2026: Ein Zeichen gegen Frauenarmut im Burgenland
Im Herzen eines der reichsten Länder der Welt bleibt ein Thema oft unsichtbar: Die Not von Frauen und Kindern direkt vor unserer Haustür. Rund um den Muttertag ruft der Diözesane Hilfsfonds im Burgenland zur Solidarität auf, um armutsgefährdeten Frauen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Die Gründe für finanzielle Notlagen sind so vielfältig wie die Schicksale der Betroffenen: Trennung, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder die Flucht aus gewalttätigen Beziehungen. Allein im Jahr 2025 suchten 80 Frauen Hilfe beim Diözesanen Hilfsfonds für Schwangere und Frauen in Notsituationen.
Einzelschicksale wie das von Frau K. verdeutlichen die dramatische Lage: Als Mutter von fünf Kindern floh sie aus einer von Sucht und Gewalt geprägten Ehe. Zu der emotionalen Belastung kam der Verlust der Wohnung. Inmitten von Zukunftsängsten und massivem finanziellem Druck wurde der Hilfsfonds zur rettenden Brücke. Frau K. steht exemplarisch für viele starke Frauen, die den Mut aufbringen, um Hilfe zu bitten, um die Krise nachhaltig zu bewältigen.
Armut trifft auch die Kleinsten
Besonders hart trifft die Notlage die Kinder. Armut bedeutet für sie weit mehr als materieller Mangel; sie führt zu sozialer Ausgrenzung. Wenn die Teilnahme an Schulveranstaltungen oder Freizeitangeboten unmöglich wird, sinken die Bildungschancen und der soziale Rückzug beginnt. Die Muttertagssammlung setzt genau hier an, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen.
Nachhaltige Hilfe durch Kooperationen
Der Diözesane Hilfsfonds bietet keine bloßen Almosen, sondern gezielte finanzielle, Überbrückungshilfen – etwa durch die Übernahme von Mietkosten. In enger Zusammenarbeit mit Partnern wie der Caritas Sozialberatung, dem Roten Kreuz Burgenland, den Frauenberatungsstellen und Frühe Hilfen werden zudem weiterführende Beratungsangebote geschaffen, die neue Perspektiven eröffnen und Unabhängigkeit fördern.
Aufruf zur Kreativität: Jede Tat zählt
Rund um den Muttertag sind Pfarren, Organisationen und Privatpersonen aufgerufen, aktiv zu werden. Ob klassische Kirchensammlung, Pfarrcafé, Flohmarkt oder eine Spendenbox: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Unterstützende Materialien wie Flyer und Gottesdienstvorschläge stehen bereit, um die Aktion vor Ort zu bewerben.
"Wir bitten Sie, den Muttertag zu nutzen, um für die Anliegen von Frauen in Not im Burgenland einzutreten. Gemeinsam helfen wir ihnen, der Armutsfalle zu entkommen", so der Appell von Rebecca Gerdenitsch-Schwarz, Verantwortliche für den Diözesanen Hilfsfonds in der Diözese Eisenstadt.
Bankverbindung
IBAN: AT71 3300 0000 0102 2102
Kontowortlaut: Diözese Eisenstadt – Diözesaner Hilfsfonds
Verwendungszweck: Muttertagssammlung
Information und Kontaktdaten für den Diözesanen Hilfsfonds
www.martinus.at/kfb
kfb@martinus.at
0676 880 701 290 (Sabine Presch)
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