Benefizfastensuppe im Zeichen der Partizipation
Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics und die Katholische Frauenbewegung der Diözese Eisenstadt, luden zum traditionellen Benefiz-Suppenessen in die Weinbauschule Eisenstadt ein. Die schmackhaften Suppen wurden heuer von Pfarrer Norbert Filipitsch gekocht und von den Schüler:innen der Weinbauschule serviert.
Unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“ wurde einmal mehr sichtbar, worum es beim Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung der Diözese Eisenstadt wirklich geht: um Teilhabe, Mitbestimmung und konkrete Veränderung im Leben von Frauen weltweit. In einer Zeit, in der Gleichberechtigung und Vielfalt zunehmend unter Druck geraten, setzt der Familienfasttag ein bewusstes Gegenzeichen. Er erinnert daran, dass Würde nicht verhandelbar ist und gesellschaftliche Teilhabe keine Selbstverständlichkeit darstellt – weder global noch vor der eigenen Haustür.
Frauen stärken einander
Besonders im Fokus steht heuer das Projekt SEEDS in Indien. Dort schließen sich Frauen zusammen, um ihre Rechte einzufordern, sich gegen Gewalt zu wehren und ihren Familien neue Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Was abstrakt nach Entwicklungszusammenarbeit klingt, wird vor Ort sehr konkret: Frauen stärken einander, organisieren sich und erleben, dass ihre Stimme zählt. Genau darin liegt die Kraft dieser Initiative. Es geht nicht um Hilfe von oben, sondern um Partnerschaft auf Augenhöhe. Frauen werden nicht als Betroffene gesehen, sondern als Gestalterinnen ihres eigenen Lebens und ihrer Gemeinschaften. Diese Form der Solidarität wirkt nachhaltig – weil sie auf Selbstbestimmung setzt.
Roselinde Strommer, ehrenamtliche Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Burgenland betonte:
"Der Familienfasttag zeigt damit, dass globale Verantwortung im Kleinen beginnt: bei Bewusstsein, Engagement und der Bereitschaft, über Grenzen hinweg mitzudenken. Teilhabe ist kein Schlagwort, sondern eine Haltung. Und sie beginnt dort, wo Menschen nicht wegsehen, sondern mitgestalten."
Bischof Ägidius Zsifkovics ist überzeugt, dass Bildungsinitiativen immens wichtig sind, um etwas von der Wurzel her zu erneuern: "Er wünscht den Projektpartnerinnen, dass sie nicht nur Advokatinnen ihrer Anliegen sind, sondern richtige Eisbrecherinnen dafür werden." Auf die Frage, warum Projekte wie SEEDS unterstützt werden müssen, betont der Bischof:
"Indem wir solche Projekte unterstützen, investieren wir in das wertvollste Gut, nämlich in den Menschen in seiner ganzen Würde."
„Kirche und Politik tragen gemeinsam Verantwortung für soziale Gerechtigkeit und Orientierung. Solidarität ist ein wichtiger Teil der burgenländischen Identität - daher unterstütze ich die Aktion der katholischen Frauenbewegung zugunsten von Frauen und Mädchen in Indien gerne", so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, der sich in guter Tradition gemeinsam mit Bischof Ägidius Zsifkovits zum diesjährigen Benefizsuppenessen einfand und in diesem Zusammenhang auf die enge Zusammenarbeit zwischen dem Land Burgenland, der Diözese Eisenstadt und der indischen Partnerdiözese Kanjirapally verwies, in deren Rahmen indische Pflegefachkräfte für das Burgenland gewonnen werden konnten.
Die Bedeutung von Solidarität wurde durch die Segnung der Suppen durch Bischof Ägidius Zsifkovics und Superintendent Robert Jonischkeit zusätzlich unterstrichen.
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Katholische Frauenbewegung Burgenland