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Die Mitfeiernden in der Pfarrkirche Lockenhaus
© Diözese Eisenstadt/Rupprecht
Die Mitfeiernden in der Pfarrkirche Lockenhaus
14.10.2025

Feier der Weihe zu Subdiakonen im syro-malabarischen Ritus

In der Pfarr- und Wallfahrtskirche Lockenhaus wurde am 10. Oktober eine besondere Liturgie gefeiert: Zwei junge Männer aus der syro-malabarischen Gemeinde empfingen in einem feierlichen Gottesdienst die Weihe zu Subdiakonen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Priestertum.

 

Den feierlichen Gottesdienst, die heilige Qurbana ("Opfer"), zelebrierten Bischof Jose Pulickal aus der indischen Diözese Kanjirapally und Bischof Ägidius J. Zsifkovics gemeinsam. Der burgenländische Bischof begrüßte zu Beginn seinen Amtsbruder aus Indien und dankte ihm für seinen Besuch sowie für die langjährige Partnerschaft zwischen den Diözesen Eisenstadt und Kanjirapally. Diese Verbindung besteht seit Jahrzehnten und zeigt sich in vielen Bereichen kirchlichen Lebens – zuletzt auch in der Aufnahme und Ausbildung der beiden Weihekandidaten im Burgenland.

 

Der Herr nehme die Last deiner Sünden von dir

Zu Beginn des Weihegottesdienstes schnitt der indische Bischof den Kandidaten eine kleine Haarsträhne ab und sprach die Worte: "Der Herr nehme die Last deiner Sünden von dir." Im weiteren Verlauf folgten die Auflegung der Hände, die Überreichung des Alten Testaments, das Anlegen der Stola – im syro-malabarischen Ritus um den Hals geschlungen – sowie die Übergabe der liturgischen Gefäße.

 

Menschen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg dienen

In seiner Predigt sprach Bischof Zsifkovics über das Wesen der Subdiakonenweihe. Sie sei Ausdruck der Freude an der Liturgie, die letztlich alle Christen betreffe. Der Dienst der Subdiakone umfasse die Sorge um die liturgischen Geräte, das Ewige Licht, das Öffnen und Schließen der Kirchentür, die Gesänge und den Gebrauch des Weihrauchs. Diese Aufgaben, so der Bischof, führten näher hin zum Geheimnis Gottes. Das Wachen an den Pforten der Kirche habe in der frühen Christenheit den Taufbewerbern und Büßern gegolten. Auch heute seien Christinnen und Christen – besonders Priester – gerufen, den Menschen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg zu dienen und sie mit dem Geheimnis des Glaubens in Berührung zu bringen.

 

Bischof Pulickal dankte in seiner Ansprache dem burgenländischen Amtskollegen für die große Nähe und Unterstützung, die die Diözese Eisenstadt seiner indischen Partnerdiözese entgegenbringt. Besonders hob er die herzliche Aufnahme der beiden jungen Männer hervor, die hier ihre Ausbildung fortsetzen. Sein Dank galt auch den anwesenden Pfarrern Norbert Filipitsch aus Pinkafeld und Michael Wolfgang Brien aus Lockenhaus, in deren Pfarren die beiden Kandidaten ihre Anbindung an eine Gemeinschaft im Glauben haben.

Nach dem feierlichen Gottesdienst, der von zahlreichen Gläubigen mitgefeiert wurde, lud die Pfarre Lockenhaus zu einer Agape vor der Kirche ein.

 

Die beiden Weihekandidaten, Christo Prince und Libin Xaviour, studieren seit zwei Jahren in Österreich und gehören zum burgenländischen Priesterseminar in Wien. Nach Abschluss ihres Theologiestudiums sollen sie die Priesterweihe empfangen und künftig in der Diözese Eisenstadt als Seelsorger wirken.

 

Lebenslauf

Libin Xaviour wurde am 25. Juni 1998 in Thodupuzha im indischen Bundesstaat Kerala geboren. Nach der Zeit an der St. Antony’s High School in Vandanmedu und der staatlichen Hochschule von Anakkara legte er 2016 die Abschlussprüfung der Sekundarstufe II ab. Anschließend studierte er an der Mahatma-Gandhi-Universität Botanik und schloss 2020 mit dem Bachelor of Science ab. Seine geistliche Ausbildung begann er 2016 im Mary Matha Minor Seminary ("Knabenseminar") in Podimattom. Nach seinem Philosophiestudium am Paurasthya Vidhyapitham Vadavathoor absolvierte er eine seelsorgliche Praxisphase im Pastoralzentrum der Diözese Kanjirapally, wo er unter anderem mit Jugendlichen arbeitete.
Seine Berufung zum Priestertum erwuchs aus einer tiefen Liebe zur heiligen Messe, die in seiner Zeit als Ministrant gewachsen ist. "Ich möchte meine Erfahrung mit der Messe mit anderen Menschen teilen und die frohe Botschaft Jesu verkünden – seine Worte und Taten, die Leben verwandeln", sagt er über seinen Weg.

 

Christo Prince wurde am 21. Dezember 1999 im indischen Bundesstaat Kerala geboren und gehört ebenfalls der Diözese Kanjirapally an. Nach seiner Zeit an einer katholischen Schule trat er 2015 in das Mary Matha Minor Seminary in Kanjirapally ein. Dort absolvierte er seine Grundausbildung und studierte anschließend Philosophie am St. Thomas Apostolic Seminary (Priesterseminar) in Kottayam. Nach einem Praxisjahr im Office of Family Apostolate ("Stelle für Familienapostolat") seiner Heimatdiözese kam er im Februar 2023 nach Österreich und studiert derzeit im dritten Semester Theologie an der Universität Wien im Rahmen seiner Ausbildung für die Diözese Eisenstadt.
Er sieht seine Berufung als ein Geschenk Gottes, das in der Liebe und im Gebet seiner Familie gewachsen ist. Seine Eltern, Prince und Jessy – Lehrerin bzw. Bauunternehmer, auch in der Landwirtschaft tätig –, sind ihm durch ihren Glauben und ihre Haltung ein großes Vorbild. "Ich vertraue darauf, dass Gott meinen Weg führt – oft nicht nach meinen eigenen Plänen, sondern nach seinem Willen", sagt er. Sein Ziel ist es, Christus nachzufolgen und den Menschen in Liebe, Gebet und Dienst zu begegnen.

 

Die Subdiakonenweihe ist in der syro-malabarischen Kirche die zweite niedere Weihe und steht eine Stufe unter dem Diakonat. Die Subdiakone haben die Aufgabe, in der Liturgie zu helfen und durch ihren Dienst die Feier des Gottesdienstes zu unterstützen. Während man im in Österreich üblichen lateinischen Ritus auf dem Weg zum Priestertum von der „Beauftragung zum Akolythen“ spricht, wird in der ostsyrischen Tradition der Dienst des Subdiakons eigens durch eine Weihe übertragen. Symbolisch empfangen die Kandidaten dabei die liturgischen Gefäße und ein Psalmenbuch, das ihre Teilnahme am Gebet ausdrückt.

Die syro-malabarische Kirche ist in Indien beheimatet und steht in voller Gemeinschaft mit dem Papst in Rom. Sie gehört zu den 23 eigenständigen katholischen Ostkirchen und zählt weltweit über vier Millionen Gläubige. Ihre Wurzeln reichen bis in die frühe Christenheit zurück, und sie feiert heute die ostsyrische Liturgie in ihrer eigenen Form.

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