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Natur und Umwelt 04-2025
14.12.2025
Magazin

Natur und Umwelt 04/2025

Bodenschutz – dringender denn je

 

Unser Boden ist ist eine lebenswichtige und nicht erneuerbare Ressource und als solche die Grundlage für die globale Nahrungsmittelproduktion und ein entscheidender Regulator für das Klima und den Wasserkreislauf. Fast jeder kennt und anerkennt die Bedeutung des Bodens, der nicht nur durch den Klimawandel extrem unter Druck steht. Die Notwendigkeit des Bodenschutzes ist dringender denn je.

 

Die Konsequenzen von Bodenzerstörung sind drastisch und reichen von verringerter Erntefähigkeit bis hin zu ökologischen Katastrophen und dem Verlust von fruchtbarem Erdreich, was die Ernährungssicherheit gefährdet. Die Versiegelung durch Bautätigkeit entzieht dem Boden seine Funktion als Wasserspeicher und trägt so zu einem erhöhten Hochwasserrisiko bei. Schadstoffeinträge beeinträchtigen die Bodenqualität und kontaminieren das Grundwasser.

 

Der Boden als Herzstück der Biodiversität hat aber auch aus dem Blickwinkel des Naturschutzes eine hohe Priorität, wo vordergründig der Schutz sichtbarer Arten und Habitate im Fokus steht. Die entscheidende Grundlage für nahezu alle terrestrischen Ökosysteme liegt jedoch unsichtbar unter unseren Füßen: der Boden. Als der artenreichste Lebensraum der Erde beherbergt er einen Großteil der globalen Biodiversität. Eine Handvoll fruchtbarer Boden kann Milliarden von Mikroorganismen, Pilzen und Kleinstlebewesen enthalten, die für die Zersetzung, Nährstoffkreisläufe und die Bodenstruktur unverzichtbar sind.

 

Effektiver Bodenschutz ist somit ein direkter Beitrag zum Artenschutz, eine zentrale Zukunftsaufgabe und wichtige Naturschutzstrategie, um unsere Ökosysteme zu stabilisieren und die natürlichen Lebensgrundlagen langfristig zu sichern.

 

Am 5. November fand im Lisztzentrum Raiding das 1. Burgenländische Bodensymposium statt, wo gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Landwirtschaft, Raumplanung, Biodiversität und Bodenschutz Lösungen diskutiert wurden, wie wir unsere Böden nachhaltig schützen und regenerativ bewirtschaften können. Als Hauptbedrohungen wurden der hohe Bodenverbrauch durch Versiegelung, die Erosion, Verdichtung sowie der Humusverlust identifiziert.

 

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind in der zeitgemäßen Landwirtschaft multifunktionale Bodenziele gefragt:

  • Humusaufbau und strukturschonende Bewirtschaftung,
  • Minimierung der Bodenstörung („Minimal Tillage”),
  • ständige grüne Bodenbedeckung sowie
  • diversifizierte Fruchtfolgen.

Im urbanen Raum ist die Entsiegelung der Schlüssel zur Klimaanpassung (Reduktion von Hitze und pluvialem Hochwasser), neben dem Einsatz von Begrünung und sickerfähigen Oberflächen. Natürlich ist auch die Politik gefordert, dem ständigen Drang von Bauland-Widmungen im Grünland mit Strategien und gesetzlichen Regelungen zu entgegnen. Wir sind am Weg, aber es ist noch viel zu tun!

 

 

Hon.Prof.(FH) Dipl.-Ing. Dr. Michael GRAF
Landesumweltanwalt Burgenland


Natur und Umwelt 04/2025 (PDF)

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