Das II. Vatikanische Konzil hat die Kirche als wanderndes Gottesvolk beschrieben und erste Elemente für eine synodale Kirche entwickelt. Papst Franziskus knüpft daran an und hat in „Evangelii Gaudium“ sein Verständnis von Synodalität entfaltet. Zugleich hat er der Weltkirche einen mehrstufigen synodalen Prozess verordnet, der nun in die finale Phase kommt. Darum soll es in einem ersten Vortrag gehen.
Der zweite Impuls nimmt das Motiv des gemeinsamen Priestertums aller Gläubigen in den Blick. Dieses Motiv wird theologisch verkürzt, wenn es in kirchenpolitischer Absicht aufgegriffen wird, um mehr Mitbestimmungsrechte von Laien gegenüber Klerikern einzuklagen. Wie eine Relecture des Konzils zeigt, geht es primär um die spirituellen Grundlagen der Reform, mithin um die Frage, wie Gläubige in den beschleunigten Lebenswelten der Moderne dem Evangelium ein ansprechendes Gesicht geben können.
Prof. Dr. Jan-Heiner Tück
Professor für Dogmatik am Institut für Systematische Theologie und Ethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät, Vizedekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, Mitglied der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie und der Theologischen Kommission der Österreichischen Bischofskonferenz
9.00 Uhr
Begrüßung und Organisatorisches
9.10 Uhr
Geistlicher Einstieg
9.20 Uhr
Eröffnung
Impuls des Diözesanbischofs für die pastorale Arbeit im Arbeitsjahr 2023/2024
10.15 Uhr
Pause
10.45 Uhr
1. Impuls
Referent: Prof. Dr. Jan-Heiner Tück
12.00 Uhr
Mittagessen
13.30 Uhr bis 17.00 Uhr
weitere Arbeitseinheiten inkl Pause
Referent: Prof. Dr. Jan-Heiner Tück