Bruder Wind
Spürbar unsichtbar, lässt er mich atmen und schenkt mir Lebendigkeit und Freiheit. Gedanken zum 5. Ostersonntag.
Lesejahr A II, 3.5.2026
Singt ihm ein neues Lied, spielt kunstvoll mit Jubelschall!
Durch das Wort des HERRN wurden die Himmel geschaffen, ihr ganzes Heer durch den Hauch seines Mundes. Der HERR blickt herab vom Himmel, er sieht alle Menschen. Unsre Seele hofft auf den HERRN; er ist unsere Hilfe und unser Schild.Psalm 33,3a.6.13.20
Gelobt seist du, mein Herr,
durch Bruder Wind und durch Luft und Wolken
und heiteres und jegliches Wetter,
durch das du deinen Geschöpfen Unterhalt gibst.
Impuls
Bruder Wind ist unsichtbar,
doch gegenwärtig,
spürbar in seinem Wirken.
Er streicht über die Haut,
bewegt die Wolken,
lässt Bäume rauschen,
erinnert uns,
dass nicht alles sichtbar sein muss,
um wirklich zu sein.
Bruder Wind,
Gottes Nähe,
berührend, frei, lebendig.
Bruder Wind lehrt uns Vertrauen.
Er ist da,
ohne sich festhalten zu lassen.
Er zieht weiter,
ohne zu verschwinden.
Er lässt dich atmen,
ohne dich einzunehmen.
Durch das Wort des Herrn
wurde der Himmel geschaffen -
über uns,
in uns,
durch uns -
weit und offen,
erzählt,
von der Seele,
die atmet …
Leichtigkeit,
nicht Schweres,
lässt mich atmen,
jeden Augenblick,
sein,
lebendig …
© chrisgarz