19
September
2026
Tagesevangelium aus dem Heiligen Lk - Lk 8,4-15
In jener Zeit, als sich eine große Volksmenge versammelte und Menschen aus allen Städten zu Jesus kamen, sprach er in einem Gleichnis: Ein Sämann ging hinaus, um seinen Samen auszusäen. Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und wurde zertreten und die Vögel des Himmels fraßen es. Ein anderer Teil fiel auf Felsen, und als die Saat aufging, verdorrte sie, weil es ihr an Feuchtigkeit fehlte. Ein anderer Teil fiel mitten in die Dornen und die Dornen wuchsen zusammen mit der Saat hoch und erstickten sie. Und ein anderer Teil fiel auf guten Boden, ging auf und brachte hundertfach Frucht. Als Jesus das gesagt hatte, rief er: Wer Ohren hat zum Hören, der höre! Seine Jünger fragten ihn, was das Gleichnis bedeute. Da sagte er: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen. Zu den anderen aber wird in Gleichnissen geredet; denn sie sollen sehen und doch nicht sehen, hören und doch nicht verstehen. Das bedeutet das Gleichnis: Der Samen ist das Wort Gottes. Auf den Weg ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und nicht gerettet werden. Auf den Felsen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort freudig aufnehmen, wenn sie es hören; aber sie haben keine Wurzeln: Eine Zeit lang glauben sie, doch in der Zeit der Prüfung werden sie abtrünnig. Unter die Dornen ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort hören, dann aber hingehen und in Sorgen, Reichtum und Genüssen des Lebens ersticken und keine Frucht bringen. Auf guten Boden ist der Samen bei denen gefallen, die das Wort mit gutem und aufrichtigem Herzen hören, daran festhalten und Frucht bringen in Geduld.
Namenstag
Hl. Januarius, Hl. Lucia vom Berg, Hl. Bertold von Weingarten, Hl. Goërich, Hl. Igor

Wallfahrt nach Pinggau

Unsere langjährig traditionelle Fußwallfahrt fand bei sommerlich erträglichem Wetter statt. Eine bunte Altersstreuung von ganz klein bis groß hat dieses Mal einen wunderbaren gemeinschaftlichen Tag miteinander „begangen“.

Die historische Verbindung zwischen Jabing und dem Wallfahrtsort Pinggau ( Maria Hasel) besteht bereits seit dem Jahr 1902. Nach einer Unterbrechung wurde 1988 diese Tradition wieder aufgenommen und seither findet die Wallfahrt regelmäßig am Samstag in der Woche vor Schulbeginn statt. Bis vor der Pandemie kamen viele WallfahrerInnen mit dem Bus zur Hl. Messe nach, jetzt fahren die Nachkommenden privat. Wieder daheim angekommen, gibt es einen feierlichen Einzug und Abschluss in unserer Pfarrkirche.

Danke an alle, die zum Gelingen dieses schönen Tages beigetragen haben.

Feierliche Einweihung des „Lebenswegs mit Jesus“ durch Generalvikar Michael Wüger!

Das Christentum ist eine Weggemeinschaft. In der Bibel begegnen wir einem Volk Gottes, das unterwegs ist – geführt, gerufen und immer wieder neu aufbrechend. Besonders im Evangelium nach Lukas sehen wir Jesus Christus als den, der auf dem Weg ist: von Ort zu Ort, von Mensch zu Mensch, hin zu denen am Rand. Sein Leben ist Bewegung, Begegnung und Sendung.

So ist auch die Kirche eine Weggemeinschaft geblieben: nicht statisch, sondern unterwegs durch die Zeit, offen für Neues, getragen von Hoffnung und dem Auftrag, die Botschaft weiterzutragen.

Als der Kirchenplatz neu gestaltet wurde, entstand der Wunsch, einen Kreuzweg zu integrieren. Denn wir gehen den Kreuzweg Jesu – aber er gewinnt eine noch tiefere Bedeutung, wenn wir mit dem Auferstandenen weitergehen. So kam die Idee, einen Kreuz- und Auferstehungsweg – einen Lebensweg mit Jesus – zu gestalten.

Dieser Lebensweg, welcher vom begnadeten Künstler Heinz Ebner entworfen und geschaffen wurde und im Burgenland einzigartig ist, wurde am Sonntag, den 26. April von Generalvikar Michael Wüger feierlich gesegnet. Er ist in sieben Stationen zusammengefasst und lädt dazu ein, den eigenen Lebensweg zu reflektieren und persönliche Erfahrungen darin wiederzufinden. In jedem Bild finden sich symbolische Elemente, unter anderem ein kleines Quadrat. Betrachtet man den gesamten Weg – vom Kirchenriegel über den Begegnungsplatz zur Kirche, weiter zum Friedhof und bis zur Kapelle – erkennt man dieses verdichtete Zeichen. Es symbolisiert unser christliches Lebensziel: die Auferstehung.

Die vielen kleinen Quadrate sind besonders in der Kapelle zu einem großen Ganzen zusammengefügt. Dieses Symbol zeigt: Unser Leben ist eingebettet, so wie ein festes Fundament und Halt, in eine göttliche Ordnung. Wir sind miteinander verbunden, jeder Teil eines größeren Plans – getragen und gehalten in der Liebe Gottes.

Besonders hervorzuheben ist die moderne Mariengrotte: Maria steht unter dem Kreuz – hilflos, leer und voller Schmerz. Sie hält nichts mehr in den Händen, nicht einmal ihren Sohn. In ihr spiegelt sich das Leid der Welt und auch unser eigenes. Und doch dürfen wir uns unter ihrem Schutzmantel bergen – selbst dann, wenn wir uns leer und hoffnungslos fühlen.

Um all das Dargestellte zu erfassen, zu erkennen und zu erspüren, braucht es eine bewusste und wiederholte Betrachtung – auch zu verschiedenen Tageszeiten und bei unterschiedlichem Licht. Wir alle sind eingeladen, diesen neu gestalteten Lebensweg unter diesen Aspekten zu entdecken. Lassen wir uns darauf ein!

„Der Lebensweg Jesu“ möge unser aller Lebensweg mit Jesus sein.

 

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  • Pfarrer Sebastian Edakarottu:  Tel.:  +43 3362 2315 bzw. +43 (0) 676 880 70 84 52
    E-Mail: edakarottu@gmail.com bzw. grosspetersdorf@rk-pfarre.at
  • Pfarrsekretärin Martina Baldasti 0680 2471778
    E-Mail: grosspetersdorf@rk-pfarre.at 03362/2315
  • Diakon Gustav Lagler: +43 (0) 664 441 8006