05
Oktober
2026
Tagesevangelium aus dem Heiligen Lk - Lk 10,25-37
In jener Zeit stand ein Gesetzeslehrer auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach und du wirst leben! Der Gesetzeslehrer wollte sich rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster? Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen. Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging vorüber. Ebenso kam auch ein Levit zu der Stelle; er sah ihn und ging vorüber. Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam zu ihm; er sah ihn und hatte Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. Und am nächsten Tag holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Wer von diesen dreien, meinst du, ist dem der Nächste geworden, der von den Räubern überfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle du genauso!
Namenstag
Sel. Anna Schäffer, Hl. Galla, Hl. Maria Faustina Kowalska, Hl. Meinolf, Hl. Placidus

Wallfahrt nach Pinggau

Unsere langjährig traditionelle Fußwallfahrt fand bei sommerlich erträglichem Wetter statt. Eine bunte Altersstreuung von ganz klein bis groß hat dieses Mal einen wunderbaren gemeinschaftlichen Tag miteinander „begangen“.

Die historische Verbindung zwischen Jabing und dem Wallfahrtsort Pinggau ( Maria Hasel) besteht bereits seit dem Jahr 1902. Nach einer Unterbrechung wurde 1988 diese Tradition wieder aufgenommen und seither findet die Wallfahrt regelmäßig am Samstag in der Woche vor Schulbeginn statt. Bis vor der Pandemie kamen viele WallfahrerInnen mit dem Bus zur Hl. Messe nach, jetzt fahren die Nachkommenden privat. Wieder daheim angekommen, gibt es einen feierlichen Einzug und Abschluss in unserer Pfarrkirche.

Danke an alle, die zum Gelingen dieses schönen Tages beigetragen haben.

Feierliche Einweihung des „Lebenswegs mit Jesus“ durch Generalvikar Michael Wüger!

Das Christentum ist eine Weggemeinschaft. In der Bibel begegnen wir einem Volk Gottes, das unterwegs ist – geführt, gerufen und immer wieder neu aufbrechend. Besonders im Evangelium nach Lukas sehen wir Jesus Christus als den, der auf dem Weg ist: von Ort zu Ort, von Mensch zu Mensch, hin zu denen am Rand. Sein Leben ist Bewegung, Begegnung und Sendung.

So ist auch die Kirche eine Weggemeinschaft geblieben: nicht statisch, sondern unterwegs durch die Zeit, offen für Neues, getragen von Hoffnung und dem Auftrag, die Botschaft weiterzutragen.

Als der Kirchenplatz neu gestaltet wurde, entstand der Wunsch, einen Kreuzweg zu integrieren. Denn wir gehen den Kreuzweg Jesu – aber er gewinnt eine noch tiefere Bedeutung, wenn wir mit dem Auferstandenen weitergehen. So kam die Idee, einen Kreuz- und Auferstehungsweg – einen Lebensweg mit Jesus – zu gestalten.

Dieser Lebensweg, welcher vom begnadeten Künstler Heinz Ebner entworfen und geschaffen wurde und im Burgenland einzigartig ist, wurde am Sonntag, den 26. April von Generalvikar Michael Wüger feierlich gesegnet. Er ist in sieben Stationen zusammengefasst und lädt dazu ein, den eigenen Lebensweg zu reflektieren und persönliche Erfahrungen darin wiederzufinden. In jedem Bild finden sich symbolische Elemente, unter anderem ein kleines Quadrat. Betrachtet man den gesamten Weg – vom Kirchenriegel über den Begegnungsplatz zur Kirche, weiter zum Friedhof und bis zur Kapelle – erkennt man dieses verdichtete Zeichen. Es symbolisiert unser christliches Lebensziel: die Auferstehung.

Die vielen kleinen Quadrate sind besonders in der Kapelle zu einem großen Ganzen zusammengefügt. Dieses Symbol zeigt: Unser Leben ist eingebettet, so wie ein festes Fundament und Halt, in eine göttliche Ordnung. Wir sind miteinander verbunden, jeder Teil eines größeren Plans – getragen und gehalten in der Liebe Gottes.

Besonders hervorzuheben ist die moderne Mariengrotte: Maria steht unter dem Kreuz – hilflos, leer und voller Schmerz. Sie hält nichts mehr in den Händen, nicht einmal ihren Sohn. In ihr spiegelt sich das Leid der Welt und auch unser eigenes. Und doch dürfen wir uns unter ihrem Schutzmantel bergen – selbst dann, wenn wir uns leer und hoffnungslos fühlen.

Um all das Dargestellte zu erfassen, zu erkennen und zu erspüren, braucht es eine bewusste und wiederholte Betrachtung – auch zu verschiedenen Tageszeiten und bei unterschiedlichem Licht. Wir alle sind eingeladen, diesen neu gestalteten Lebensweg unter diesen Aspekten zu entdecken. Lassen wir uns darauf ein!

„Der Lebensweg Jesu“ möge unser aller Lebensweg mit Jesus sein.

 

Mehr FOTOS finden Sie unter "Pfarrleben"!

  • Pfarrer Sebastian Edakarottu:  Tel.:  +43 3362 2315 bzw. +43 (0) 676 880 70 84 52
    E-Mail: edakarottu@gmail.com bzw. grosspetersdorf@rk-pfarre.at
  • Pfarrsekretärin Martina Baldasti 0680 2471778
    E-Mail: grosspetersdorf@rk-pfarre.at 03362/2315
  • Diakon Gustav Lagler: +43 (0) 664 441 8006