Unsere Pfarrkirche

Es ist eine typisch spätzklassizistische Dorfkirche mit gegliedertem Fassadenturm, eingezogenem Chor und halbrunder Apsis. In Außensicht, Innengliederung wie in den Detailformen ist die Kirche der Pfarrkirche von Großpetersdorf so ähnlich, dass sie als kleineres und vereinfachtes Gegenstück vom gleichen Baumeister, nämlich Johann Brenner aus Steinamanger, errichtet worden sein könnte. Sie ist aus verputztem Bruchstein gebaut. Die Flächen sind gelb, die dekorativen Teile weiß gefärbelt. Im Dachstuhl an der Südwestecke und an der Südseite ist noch Mauerwerk sichtbar, das zeigt, dass das aufgehende Mauerwerk der alten Kirche übernommen worden ist.
Im Inneren ist das aus drei Jochen bestehende Kirchenschiff mit Hodisser Platten gepflastert, der Chor mit Kehlheimer Platten.
Der neoromanische Hochaltar und Seitenaltar stammen aus dem Jahr 1896 von der Firma Heckenast aus Steinamanger.


An der Brüstung der Kanzel befinden sich die Sitzfiguren der vier Evangelisten, die von der 1779 beschrieben Kanzel übernommen worden sein dürften. Auf dem Schalldeckel befindet sich das Herz Jesu im Strahlenkranz. Auch die aus Weichholz gefertigten Bänke können aus der alten Kirche übernommen worden sein.


Die Schale des Taufbeckens wird von einem Fuß mit drei Stützen gestützt. Der Aufsatz ist in Form eines Rundtempelchens gestaltet und weiß-grau marmoriert. Die farbig gefasste Täufergruppe stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Die Orgel besteht aus einem dreiteiligen neoromanischen Gehäuse, das grau gestrichen ist. Das Werk mit einem Manuale und 12 Registern wurde von Otto Rieger 1912 aufgestellt. Dazu findet sich am Spieltisch die Signatur Opus 1763 Otto Rieger, Budapest.

Die Marienstatue „Madonna mit Kind“ wurde aus Holz gefertigt. Sie stammt aus der alten Kirche und ist vielleicht mit der Madonna identisch, von der bereits aus dem Jahr 1757 eine Beschreibung stammt.

Hl. Johannes Nepomuk: Die Holzstatue stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und wurde bereits im Inventar aus dem Jahr 1757 genannt.

Sowohl die Marienstatue (links) als auch die Statue des hl. Johannes Nepomuk sind am Triumpbogenpfeiler aufgestellt. Der große Glasprismenluster, auf dem 48 Flammen in zwei Kränzen angeordnet sind, stammt vermutlich aus batthyánischem Familienbesitz.

(Vgl. Österreichische Kunsttopographie - Band XL „Die Kunstdenkmäler des politischen Bezirkes Oberwart“, Herausgeber: Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes mit Unterstützung der Bgld. Landesregierung, Verlag: Anton Schroll & Co. Wien, 1974, 203-207.)
Fotos: Maria-Luise Hendler