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Kitzladen
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Geschichte der Pfarre - Die Ursprünge

 

Die Liegenschaft Kecöl bzw. Kechul wurde erstmals 1276 genannt. Seit dem 13. Jahrhundert gehörte sie zur Herrschaft Buchschachen. Für das Jahr 1469 liegt eine Bestätigung vor, dass diese im Besitz von Andreas Baumkircher, dem Freiherrn von Schlaining, war. Die Familie Batthyány verpfändete im Jahr 1652 den Ort an die Familie Rindsmaul und forderte ihn 1729 wieder zurück.

 

Die Ursprünge der Pfarre reichen sicher in die vorreformatorische Zeit zurück. Vermutlich wurde sie 1400 aus der Mutterpfarre ausgeschieden. In der Reformationszeit wurde die Kirche protestantisch, ist jedoch seit dem Jahr 1670 wieder im Besitz der Katholiken. Heute gehört die Pfarre zusammen mit den Pfarren Grafenschachen und Pinkafeld zum Seelsorgeraum „Zum Heiligsten Herzen Jesu“.

 

(Vgl. Österreichische Kunsttopographie - Band XL „Die Kunstdenkmäler des politischen Bezirkes Oberwart“, Herausgeber: Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes mit Unterstützung der Bgld. Landesregierung, Verlag: Anton Schroll & Co. Wien, 1974, 202f.)

Die Geschichte unserer Pfarrkirche

 

Um 1670 wurde der Kirche von einem adeligen Protestanten namens Gayer ein Altar aus Marmor und Alabaster gestiftet. 1674, unter dem Pfarrer und Zisterziensermönch Cuno Fogt war die Kirche „gut“ gebaut und hatte einen großen „guten“ und kleinen „schlechten“ Altar (Házi, Jenó (Bearb.): Die kanonische Visitation des Peter Tormásy, Archidiakons von Eisenburg aus dem Jahre 1674, Eisenstadt: 1961 (= Burgenländische Forschungen, Heft 46), S. 71). Aus dem Jahr 1697 ist eine Beschreibung der mittelalterlichen Kirche erhalten: Sie war aus Stein erbaut mit einem hölzernen Dachreiter. Das Sanktuarium war gewölbt und das Schiff lag unter der Balkendecke. Ebenfalls aus Holz war die Empore, während Kanzel und Taufbecken aus Stein waren. Das Bild am Hochaltar zeigte die Geburt Christi, der Seitenaltar war dem heiligen Jakobus gewidmet (Vgl. Házi, Jenó (Bearb.): Die kanonische Visitation des Stefan Kaszó, Archidiakon von Eisenburg/Vasvár in Burgenland, Teil des Komitates Eisenburg in den Jahren 1697-1698, Eisenstadt: 1958 (= Burgenländische Forschungen 37), S. 89 ff).

 

In dem Bericht zur kanonischen Visitation 1757 finden sich Aufzeichnungen dazu, dass die Kirche bei einem Brand im Jahr 1750 verwüstet und zwischen 1751 und 1756 wiederhergestellt wurde, vermutlich größtenteils im Zustand wie vor dem Brand. Der Hochaltar wurde erneuert und die Zierrate und Gewänder der Seitenfiguren vergoldet. Das Bild in der Mitte zeigte nun die heilige Anna mit der heiligen Jungfrau. Darüber befand sich eine vergoldete Statue des heiligen Jakobus des Älteren. Die schriftlichen Aufzeichnungen der Visitation erzählen auch von einer Orgel mit zwei Registern auf der hölzernen Empore und einer hölzernen Marienstatue in der Mitte der Kirche vor dem Sanktuarium.

 

Aufzeichnungen aus dem Jahr 1779 belegen denselben Bauzustand. Zu dieser Zeit war der Hochaltar in schwarzer Farbe. Neu war nun ein Seitenaltar zu Ehren Mariens und des heiligen Aloysius. Ebenfalls neu waren eine Orgel mit sechs Registern und eine teilvergoldete Kanzel, die mit den Statuen der vier Evangelisten geschmückt war. Der hölzerne Glockenturm hingegen war zu dieser Zeit in einem schlechten Zustand. Rund um die Kirche lag ein ummauerter Friedhof, der jedoch aufgelöst werden sollte. Um 1800 wurde im westlichen Dorfteil ein neuer Friedhof angelegt.

 

Der damalige Bauzustand der Kirche erhielt sich bis in das Jahr 1844, in dem die Kirche unter der Patronanz des Grafen Christoph Batthyány und seiner Gattin Franziska (geb. Gleisbach) neu errichtet oder umgebaut wurde. Dies ist das heutige Kirchengebäude. So befindet sich auch heute noch über dem Portal eine Marmortafel mit der Inschrift. C. CHRISTOPHORUS DE BATTHYAN CUM CONJUGE FRANCISCA NATA GLEISBACH EREXERUNT ANNO DOMINI 1844, darüber die bunt bemalten Wappen der beiden Familien unter einer Grafenkrone.

 

 

 

(Vgl. Österreichische Kunsttopographie - Band XL „Die Kunstdenkmäler des politischen Bezirkes Oberwart“, Herausgeber: Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes mit Unterstützung der Bgld. Landesregierung, Verlag: Anton Schroll & Co. Wien, 1974, 203f.)

Fotos: Maria-Luise Hendler


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