Kräutersegnung 2026
Seit Jahrhunderten gehört am 15. August das Segnen von Kräutern und Blumen zur festen Tradition.
Man glaubt, dass ihre heilsame Kraft durch das Gebet der Kirche den Menschen zugutekommt – ein Wirken, das sich auf besondere Weise auch in der Gestalt Marias widerspiegelt. Die Wurzeln des Feiertags reichen bis ins 5. Jahrhundert zurück: In frühen, außerbiblischen Evangelien findet sich die Erzählung, wie Christus gemeinsam mit Engeln zum Grab Marias kommt, den Stein zur Seite rollt und sie ins Leben zurückruft. Bis heute gilt Maria als Zeichen der Hoffnung für alle, die darauf vertrauen, dass auch ihnen dieser Weg zur Vollendung durch Christus offensteht.
Bei der Kräutersammlung spielen die "heiligen Zahlen" drei und sieben eine besondere Rolle: Ein Kräuterbuschen sollte mindestens sieben verschiedene Pflanzen enthalten, oft sind es deutlich mehr – bis hin zu 99 Kräutern (33 mal drei). Zu den beliebtesten Pflanzen zählen Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian und Eisenkraut. Die gesegneten Sträuße werden traditionell im Haus aufgehängt – etwa im Herrgottswinkel oder am Dachboden – wo sie vor Krankheit, Unwetter, Blitzschlag und anderem Unheil schützen sollen.
