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Inhalt:
Nachrichten
Einkehrtag in Schachendorf
Datum:
24.03.2026
Autor:
Mag. Ivan Vukčević

Organisiert vom Kroatischen Vikariat der Diözese Eisenstadt wurde auch in diesem Jahr ein Einkehrtag für Priester, Diakone und engagierte Laien abgehalten – als starker geistlicher Impuls am Ende der Fastenzeit. Das Treffen fand in Schachendorf im Rahmen der traditionellen jährlichen Wallfahrt statt, mit dem Ziel, sich gemeinsam im Gebet, in der Meditation und im Hören auf das Wort Gottes zu sammeln. Höhepunkt war die feierliche Eucharistiefeier zu Ehren der Seligen Jungfrau Maria in Dürnbach. Dieser Tag bestätigte erneut die Bedeutung der Gemeinschaft und der geistlichen Erneuerung im Leben der Kirche, besonders in Zeiten von Herausforderungen und inneren Prüfungen.
 

Frieden als göttliche Kategorie und Herausforderung der Gegenwart

Das Programm begann im Pfarrsaal in Schachendorf, wo die Anwesenden von Monsignore Dr. Mario Tomljanović, Generalvikar der Erzdiözese Rijeka, begrüßt und mit einem geistlichen Impuls bereichert wurden. Viele Teilnehmer kannten ihn bereits von den Exerzitien in Lovran im Jahr 2023. In seinem Vortrag stellte er das Thema Frieden in den Mittelpunkt und betrachtete ihn als zutiefst göttliche Kategorie, besonders im Licht aktueller kriegerischer Ereignisse in der Welt sowie im Jubiläumsjahr des heiligen Franz von Assisi.
 

Er betonte, dass über Frieden heute außerhalb des kirchlichen Kontextes nur selten gesprochen wird, während die Kirche – angeführt vom Heiligen Vater – ihn unablässig als grundlegenden Wert hervorhebt. Als eindrucksvolles Beispiel nannte er den heiligen Franziskus, der in Zeiten von Konflikten und Unsicherheit den Mut hatte, dem Sultan zu begegnen und ihm die Freude des Evangeliums zu bringen. Ein solcher Ansatz – ohne äußere Inszenierung, sondern mit authentischer und konkreter Spiritualität – bleibt ein bleibendes Modell für das christliche Leben.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Notwendigkeit hervorgehoben, den Glauben nicht auf Strategien, Sitzungen und Strukturen zu reduzieren, sondern den lebendigen Bezug zu Gott in Jesus Christus in den Mittelpunkt zu stellen. Die Fastenzeit ist eine Zeit, in der Unruhe erkannt und in Frieden verwandelt wird, und ein offenes Herz zum Ort der Begegnung mit Gott und den Mitmenschen wird.

Besonders wurde vor der Gefahr gewarnt, sich in die eigenen Perspektiven zu verschließen, wodurch die Kirche zwischen Extremen – übertriebenem Klerikalismus und unklarem Liberalismus – verloren gehen kann, anstatt „vor Ort“ unter den Menschen präsent zu sein.

Aufruf zum Brückenbauen und zu authentischer Kommunikation

Der zentrale Teil des Impulses widmete sich der Frage der persönlichen Sendung: Wohin ruft uns Gott heute, Brücken zu bauen? In einer von Spaltungen geprägten Zeit erweist sich das Beispiel des heiligen Franz von Assisi erneut als aktuell – er steht zwischen den Welten und baut Brücken dort, wo andere Mauern sehen. Eine Brücke zu sein bedeutet, das Wachstum des anderen zu erkennen und zu fördern, sich nicht in die eigene Perspektive zu verschließen und sich nicht von den Schwächen anderer entmutigen zu lassen.
 

Kommunikation und Liebe wurden als grundlegende Werkzeuge des evangelikalen Handelns hervorgehoben. Das Evangelium muss im Zentrum des Lebens und Wirkens bleiben, und die Katechese ist eines der wichtigsten Mittel zu seiner Weitergabe. Besonders betont wurde die Einfachheit in der Kommunikation mit den Gläubigen – denn in komplexen und abstrakten Reden geht oft der Kern der Botschaft verloren. Die Kirche ist aufgerufen, klar, verständlich und den Menschen nahe zu sprechen.
 

In diesem Zusammenhang wurde auch die Dimension der Demut angesprochen, die nicht als passiver Rückzug verstanden werden darf, sondern als Fähigkeit zu echter Kommunikation und Offenheit. Beispiele aus verschiedenen christlichen Traditionen zeigen die Notwendigkeit eines tieferen Verständnisses der eigenen Formen der Frömmigkeit, damit sie wirklich in eine Beziehung des Vertrauens und der Hingabe zu Gott führen.
 

Bekehrung des Herzens und Dynamik des geistlichen Lebens

Die abschließenden Gedanken richteten sich auf die innere Verwandlung des Menschen. Ein Herz, das sich formen lässt, wurde als Zeichen der Hoffnung und als Raum echter Bekehrung erkannt. Ein solches Herz ermöglicht es, dass ein einfaches Wort oder eine Geste Veränderungen im Leben anderer bewirken kann – weist aber auch darauf hin, wie leicht ein unbedachtes Wort jemanden von der Kirche entfernen kann.

Es wurde betont, dass Gott nicht verurteilt, sondern heilt – eine zentrale Botschaft der Heiligen Schrift. Heiligkeit ist weder Perfektionismus noch äußere Vollkommenheit, sondern die Freiheit eines Kindes, das weiß, dass es geliebt ist. In diesem Zusammenhang wurde an den Gedanken des heiligen Augustinus erinnert, dass Gott im Innersten des Menschen wohnt („Spät habe ich dich geliebt, Schönheit, so alt und so neu, du warst in mir, ich aber war außerhalb von mir“), ebenso wie an die Lehre von Kardinal Newman, der das Gewissen als „Vikar Christi“ im Menschen bezeichnet.
 

Das geistliche Leben erfordert eine ständige Offenheit für Wachstum und Formung. Die Gefahr liegt in der Überzeugung, die persönliche Entwicklung sei bereits abgeschlossen, was zu innerer Stagnation führen kann. Demgegenüber ruft der Weg des Evangeliums zu einer beständigen Dynamik, Balance und Offenheit für das Wirken Gottes auf. Das Beispiel der Begegnung Jesu mit der Samariterin zeigt, wie Gott in das menschliche Ungleichgewicht eintritt, um den Menschen zur Fülle zurückzuführen und ihn als Zeugen der Frohen Botschaft auszusenden.

Am Ende wurde die zentrale Rolle der Liebe hervorgehoben, die den Menschen in das verwandelt, was er liebt. In der Eucharistie, als Höhepunkt der Begegnung mit Gott, verwirklicht sich diese Liebe auf tiefste Weise und wird zur Quelle der Kraft für das tägliche Leben und die Sendung.
 

Der Einkehrtag in Schachendorf war somit auch in diesem Jahr ein kraftvolles geistliches Ereignis, das die Teilnehmenden dazu anregte, über ihre eigene Berufung, ihre Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen sowie über ihre Verantwortung beim Aufbau der Kirche als Gemeinschaft des Friedens, der Liebe und der Hoffnung nachzudenken.

 

 

 

Bilder: Géza Völgyi

Géza Völgyi
Géza Völgyi
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