Regentropfen in Bewegung im Inneren einer Höhle, umrisshaft wird Licht von außen erahnbar
05.08.2026
Impuls

Sturm und Wellen.

Eine umwerfende Glaubensgeschichte. Gedanken zum 19. Sonntag.

Lesejahr A II, 9.8.2026

 

 


Doch der Herr war nicht im Sturm.

Doch der Herr war nicht im Erdbeben.

Doch der Herr war nicht im Feuer.

1 Könige 19,11.12

 

Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?

Matthäus 14,31


 

Impuls

 

Wer ist Gott?

Wo ist Gott?

Wie ist Gott?

„Mach dir kein Bild von Gott!“

Es ist leichter zu sagen wer / wo / wie Gott NICHT ist…

Gott ist der immer andere!

 

So weit, so klar.

Oder eben doch überhaupt nicht!!!

 

Kann ich Gott erkennen?

Kann ich Gott finden?

Kann ich Gott erkennen?

Kann ich Gott finden?

Kann ich Gott erkennen?

Kann ich Gott finden?

 

Der Schreiber dieser Zeilen meint – im Anschluss an die Begegnung des Elija mit dem Allmächtigen: Ja!

Aber…

 

Ich kann Gott erkennen und finden...

...in manchen Momenten. Wenn ich so manches Gottesbild weggeräumt habe, das vielleicht zwischen mir und Gott steht.

 

Allerdings:

Wenn ich Gott mit meinen Sinnen erspürt habe, heißt das noch lange nicht, dass ich einen anderen Menschen daran teilhaben lassen kann. 

Jeder Mensch muss Gott - so wie ich - mit seinen eigenen Sinnen und Gedanken und Empfindungen erspüren.

Ich kann Zeugnis geben - von meinem Empfinden.

Ob der andere Mensch für sich Zugang zu Gott findet mit seinem Empfinden, das liegt nicht in meiner Macht und Verantwortung...

 

 

Gott erkennen heißt nicht, ihn besitzen!

Schon gar nicht ein für alle Mal.

Im nächsten Augenblick kann alles schon wieder ganz anders sein…

 

…wie beim wagemutigen Petrus.

Den die übernächste kräftige Welle schon wieder aus dem Gleichgewicht geworfen hat.

 

Leben heißt Gott suchen.

In Glauben und Vertrauen.

Ohne Garantie.

Manchmal ist Glaube auch einfach nur ganz nüchtern.

Dann, wenn ich aus meiner "Deckung" hervortrete, wie seinerzeit Elija aus seiner Höhle, in die er sich verkrochen hatte.

 

© nikfai