sichtbar und spürbar
Glaube ist nichts, was ich an der Kirchentür abgebe oder erhalte. Gedanken zum 12. Sonntag.
Lesejahr A II, 21.6.2026
Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet auf den Dächern!
Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.
Matthäus 10,26-27.32
Impuls
Was ist verhüllt?
Was wird enthüllt?
Wozu bekenne ich mich,
was möchte ich verborgen halten?
Sogenannten unsichtbaren Dingen zu trauen, ist oft schwierig.
Aber was bedeutet unsichtbar?
Gibt es einen Unterschied zwischen unsichtbar und unspürbar?
Sichtbar
Spürbar
Wenn ich es nur spüre,
ist es dann so real,
als ob es sichtbar wäre,
greifbar?
Unsichtbares
wird sichtbar und greifbar -
wie die Liebe, in der Berührung
oder die Blätter, die sich im Wind bewegen
und wie ich meinen Glauben lebe ...
Glaube ist nichts,
was ich an der Kirchentür abgebe oder erhalte.
Leben und Glauben sind eins.
Was ich lebe, glaube ich.
Was ich glaube,
lebe ich.
Be-kennen
Er-kennen
Aner-kennen
© chrisgarz
