Kein Friede
... sondern Spaltung. Jesus provoziert uns, verwirrt uns und fordert uns heraus. Gedanken zum 20. Sonntag.
Lesejahr C I, 17.8.2025
Schriftwort
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!
Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen?
Nein, sage ich euch, sondern Spaltung.
Denn von nun an werden fünf Menschen im gleichen Haus in Zwietracht leben: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei ...Lukas 12, 49.51-52
Impuls
Was meint Jesus bitte mit dieser Ansage?!?
Er will Spaltung, nicht Frieden.
Es wird Zwietracht geben in den Gemeinschaften.
Vielleicht müssen wir hier einen Schritt zur Seite machen,
unseren Blick weiten,
unsere Gedanken fokussieren,
unser Wissen bündeln.
Wofür steht Jesus?
Menschenwürde
soziale Gerechtigkeit
Respekt
Nächstenliebe
Selbstliebe
Solidarität
Auch wenn die Lebensumstände vor über 2000 Jahren andere waren,
zeigt die Erfahrung, dass die Welt voller Ungerechtigkeit und Gewalt ist.
Und das Auflehnen dagegen, dass Einstehen für Gerechtigkeit, führt unweigerlich zu Konflikten, Krieg, Spaltung.
Wenn ich mich positioniere,
folgt mit hoher Wahrscheinlichkeit Streit.
Konflikte, auch mit Menschen die mir nahe sind.
Es ist mehr als hart, wie Jesus das ausdrückt.
Doch dürfen keine "heiligen" Kriege mehr geführt werden,
die Gewalt, Macht und Angst verbreiten,
gegen Menschenwürde und Gerechtigkeit -
im Kleinen, wie im Großen.
Darum wollen auch wir, die wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben,
alle Last und die Sünde abwerfen, die uns so leicht umstrickt.
Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der vor uns liegt,
und dabei auf Jesus blicken ...Hebräer 12,1-2a
Christlich leben,
heißt nicht nur friedlich sein,
auf Harmonie bedacht.
Christlich leben,
heißt fried-liebend zu sein,
mit Mut,
klar und konsequent.
Mit den richtigen Worten
und respektvollem Herz
Menschen
be-gegnen.
© chrisgarz