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Bergkirche1

Wallfahren

hat eine lange Geschichte

© Diözese Eisenstadt

Seit Menschen göttliche Wesen verehren, begeben sie sich auf Pilgerschaft. Wallfahrten gibt es in beinahe allen Religionen.

Im Christentum gab es seit den ersten Jahrhunderten immer Menschen, die Stätten besuchten, an denen der Herr wirkte. Sie besuchten Gräber der Heiligen, verehrten Reliquien und beteten vor ihnen. An solch bestimmten Orten fühlten sich Christen Gott und den Heiligen besonders nahe.

Zu bestimmten Zeiten hatte die Wallfahrt innerhalb der Kirche einen besonderen Stellenwert:

  • im Mittelalter,
  • in der Barockzeit,
  • in der zweiten Hälfte des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Starken Rückgang erfuhr das Pilgern

  • in der Reformationszeit,
  • im Zeitalter der Aufklärung und auch
  • in den Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts.

Zum völligen Erliegen kam sie nie.

Heute erlebt die Wallfahrt eine neue Blüte. Des öfteren schon totgesagt, wurde sie als alte biblische Erfahrung des Unterwegsseins zum neuen Ausdruck des Glaubens. Vor allem das Pilgern zu Fuß – und hier in erster Linie auf dem Jakobsweg, dem „camino“ zum nordspanischen Santiago de Compostela – erfährt einen starken Aufschwung. Ebenso nahm die Fußwallfahrt nach Mariazell zur Magna mater Austriae in den vergangenen Jahren stark zu. Pilger, die diese Form der Wallfahrt wählen, erzählen begeistert vom Erleben des Weges – von der Gemeinschaft unterwegs. Neben Gebet und Gesang schätzen sie Meditation, Stille und Nähe.

Für die Kirche gilt die Wallfahrt als Bild für den glaubenden Menschen, der in seinem Leben dem wiederkommenden Herrn entgegengeht.

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