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Diözese Eisenstadt - Seitentitel
Bergkirche1

Forchtenstein

Wallfahrtskirche zu Mariä Himmelfahrt in der Gemeinde Forchtenstein

© Manfred Eiszner

Geschichte

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Pfarrkirche Forchtenstein | © Diözese Eisenstadt, Gerald Gossmann


In einer Urkunde von 1304 ist schon vom Bau einer Kirche die Rede. 1347 ist die Weihe einer Kirche als Filialkirche von Mattersburg überliefert. Das Langhaus wurde im 1. Viertel des 16. Jahrhunderts neu gewölbt. 1655 und 1702 erfolgten Erweiterungen und die Barockisierung. 1695 übergab Fürst Paul Esterhàzy die Kirche und das angebaute Kloster an die Serviten, die die Pfarre bis 1981 betreuten. In den Jahren 1983 bis 1985 wurde im Zuge einer Renovierung auch das Seitenschiff erweitert.

Äußeres

In der westlichen Giebelfassade hat sich noch das profilierte gotische Portal erhalten. Das Südportal ist mit „1655“ datiert. Die darüberliegenden Maßwerkfenster sind Schöpfungen der Neugotik. Daneben ist zwischen zwei Strebepfeilern eine Kapelle angebaut. Der viergeschossige Turm mit Lünettenfenstern trägt einen niedrigen Spitzhelm mit Segmentgiebeln.

Innenraum

Das vierjochige Langhaus trägt ein kurviges Kreuzrippengewölbe mit Mittelrippe und Scheibenschlusssteinen. Zu den Seitenschiffen öffnen sich flachbogige Arkaden auf barocken Pilastern. Die Empore ruht auf einem Tonnengewölbe mit zwei Stichkappen, die Brüstung ist frei vorgezogen. Die Südkapellen und das nördliche Seitenschiff überspannt ein barockes Kreuzgratgewölbe. Das Tonnengewölbe des Hauptchores in Breite des Mittelschiffes ist mit Stuckdekor verziert. Die Deckenmalerei von 1926 stellt die Himmelfahrt Mariens dar. Der hochbarocke Säulenaltar von 1745 mit Gott Vater im Aufsatz trägt im Zentrum in einer Nische unter einem Baldachin und dem fürstlich Esterhàzyschen Wappen eine bemerkenswerte gotische Madonna mit Kind aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts in barocker Fassung. Laut Überlieferung habe die ehemalige Gnadenstatue alle Brände und Zerstörungen der Kirche unbeschadet überstanden. Auch die Seitenaltäre mit Rokokoornamentik stammen aus etwa derselben Zeit. Auf dem linken Seitenaltar wird eine Pieta von den Heiligen Johannes Ev. und Maria Magdalena flankiert. Auf dem rechten Seitenaltar steht ein hl. Peregrinus mit Kruzifix, darüber eine hl. Kümmernis mit Spielmann. Auch die Kanzel ist ein Werk des späten Barock. Der Taufstein mit plastischem Dekor entstand etwa um das Jahr 1700. An den Langhauspfeilern stehen folgende barocke Holzfiguren: Auferstandener, ein Schmerzensmann und der hl. Johannes von Nepomuk. Im linken Seitenschiff sieht man eine trauernde Maria und auf einem Ölbild die Armen Seelen im Fegefeuer. Beachtung verdienen auch die barocken Grabsteine.

Rosalienkapelle

Geschichte

1670 ließ Fürst Paul Esterhàzy die Kapelle an Stelle einer bestehenden Holzkapelle errichten.

Äußeres

Über kreuzförmigem Umriss erhebt sich über der Südfassade ein kleiner Turm mit Pyramidenhelm. In den nordseitigen Ecken liegen Sakristei und Oratorien, im Südwesten das Treppenhaus.

Innenraum

Mittelpunkt des Hochaltars ist eine verglaste Nische mit der liegenden Figur der hl. Rosalia, flankiert von Statuen der heiligen Einsiedler Paulus und Antonius, darüber ein ovales Aufsatzbild der Hl. Dreifaltigkeit und das Wappen der Familie des Stifters. Auf dem im Pestjahr 1679 errichteten rechten Seitenaltar stehen die beiden Pestpatrone Sebastian und Rochus. Das Altarbild zeigt die Patronin der Kapelle. Zwei Jahre später wurde der linke Seitenaltar aufgestellt. Auf dessen Altarbild sieht man die hl. Mutter Anna mit Maria und dem Jesuskind, seitlich Figuren der Heiligen Franziskus und Antonius von Padua.

Kontakt zur Pfarre …

Aus „Bedeutende Wallfahrten, Kirchen und Kapellen“
Band II: Niederösterreich und Burgenland
Journal-Verlag


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