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Der südburgenländische Ort, etwa vier Kilometer südlich von
Stadtschlaining gelegen, ist eine alte deutsche Siedlung.
Schon in der österreichischen Reimchronik wird von der
Eroberung des Nidas-Turms in Neumarkt berichtet. Seit dem
15. Jahrhundert zu Schlaining gehörend, wurde der Ort 1475
als „Kedhel" erwähnt und im 16. Jahrhundert mit Kroaten
besiedelt. Im Jahr 1872 entdeckte man bei der Aushebung von
Fundamenten römische Grabsteine, die heute am Turm der
Kirche eingemauert sind.
Die Pfarrkirche zum Hl. Nikolaus ging aus der Umgestaltung
einer älteren Kirche um 1740 hervor, wobei statt der
Holzdecke im Langhaus ein Tonnengewölbe mit Stichkappen
eingezogen wurde. Die mittelalterlichen Langhausmauern und
das spätgotische Netzgewölbe im einjochigen, fünfachtel
geschlossenen Chor wurden beibehalten. Der querrechteckige
Turm wurde anstelle eines Doppelturmes im 18. Jahrhundert
errichtet. Am Hochaltar von 1744 zeigt ein hoher bewegter
Säulenaufbau ein Ölbild des Hl. Nikolaus, die einfacheren
Seitenaltäre mit den Heiligen Nepomuk und Leonhard stammen
aus den Jahren 1770 und 1771. An der Kanzel sitzen die vier
Evangelisten, hergestellt um 1750. Das Taufbecken ist von
1769. Oberhalb der Kirche befindet sich eine reizvolle
Friedhofkapelle aus dem Jahre 1831 mit einer ausdrucksvollen
barocken Pieta.
Edmund Schmall
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