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Der Bischof legt dem Kandidaten
schweigend die Hände auf – Ausdruck dafür, dass Gott seine Hände auf
ihn legt, ihn ganz ergreift und ihn für den priesterlichen Dienst
mit seinem Geist erfüllt. Fotos: Fikisz

Der Weihekandidat verspricht vor
dem Bischof und der Gemeinde, das Dienstamt des Priesters
anzunehmen.

Als Zeichen seiner völligen
Hingabe an Gott liegt der Weihekandidat während der
Allerheiligenlitanei vor dem Altar ausgestreckt auf dem
Boden.

Zum Zeichen seines Dienstes wird
der Neupriester mit den priesterlichen Gewändern für die Messfeier
bekleidet.

Der Bischof salbt die Hände des
Neupriesters mit Chrisam – Zeichen dafür, dass er am Priestertum
teilhat.

Pater Stefan feiert mit Bischof
Iby seine erste Eucharistiefeier als Priester. |
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Werkzeug in Gottes Hand
Bischof Paul Iby weihte den jungen Ordensbruder Pater Stefan
Vukits in der Basilika Maria Loretto zum Priester.
„Du wirst gesandt, den Menschen zu sagen, dass Gott sie liebt,
und zwar so sehr, dass er seinen eigenen Sohn am Kreuz für uns
hingegeben hat. Du sollst den Menschen auch sagen, was Gott mit uns
Menschen vor hat: Er liebt uns so sehr, dass er mit uns sein Glück,
seine Freude, sein Leben teilen will.“ Diese Worte gab Bischof Iby
vergangenen Samstag dem Neupriester mit auf seinen Weg ins
Priesteramt. Pater Stefan nimmt diesen Auftrag mit Freude an.
Wie Bischof Iby sieht auch er das Priestertum vor allem als Dienst
an Gott und den Menschen: „Es geht darum, Gott den Menschen und die
Menschen Gott näher zu bringen. Als Priester gebe ich mich Gott als
Werkzeug in die Hand, um den Menschen seine Nähe zu
vermitteln.“ Das feierliche Weiheritual empfing der Neupriester
begleitet von Verwandten, Freunden und hunderten Gläubigen aus allen
Teilen der Diözese, musikalisch umrahmt vom Domchor Eisenstadt, der
Tamburica Zagersdorf und einem Bläserensemble. Kurz
zusammengefasst die Höhepunkte der sakramentalen Handlung: Nach
dem Versprechen des Weihekandidaten, das Priesteramt anzunehmen,
legt er seine gefalteten Hände als Zeichen des Ausdrucks der
Ehrfurcht und des Gehorsams in die des Bischofs. Während der
anschließenden Allerheiligenlitanei liegt der Weihekandidat vor dem
Altar ausgestreckt auf dem Boden. Im weiteren Verlauf legt der
Bischof dem Kandidaten schweigend die Hände auf – Ausdruck dafür,
dass Gott seine Hände auf ihn legt, ihn ganz ergreift und ihn für
den priesterlichen Dienst mit seinem Geist erfüllt. Anschließend
legen auch alle anwesenden Priester dem Weihekandidaten die Hände
auf und machen dessen Aufnahme in die Gemeinschaft der Priester
deutlich. Im Weihegebet des Bischofs findet die Priesterweihe
schließlich ihre Vollendung. Zum Zeichen seines Dienstes wird der
Neupriester mit den priesterlichen Gewändern für die Messfeier
bekleidet. Im Anschluss daran salbt der Bischof die Hände des
Neupriesters mit Chrisam und übergibt ihm die Patene mit Brot und
den Kelch mit Wein für die Leitung der Eucharistiefeier. Mit einer
Umarmung bekräftigen der Bischof und die anwesenden Priester, dass
sie ihn als neuen Mitarbeiter annehmen.
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Zahlreiche Priesterkollegen aus
der Diözese feiern mit dem Neupriester im Martinsdom.

Die Primizbraut und zwei
Kränzlerinnen – Cousinen des Neupriesters – säumen nach alter
Tradition den Festzug zum Dom.

Familie, Verwandte, Freunde,
Vereinsmitglieder und zahlreiche Gläubige aus der Pfarre feiern mit
dem Neupriester im Martinsdom.

Dompfarrer Prikoszovits wünscht
viel Glück im Dienst als Priester.

Der Neupriester erteilt den
anwesenden Gläubigen seinen Primizsegen. |
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Voll und ganz frei sein für Gott
Pater Stefan Vukits: „Freu dich und frohlocke, Jungfrau Maria,
Halleluja. Denn der Herr ist wahrhaft auferstanden, Halleluja.“
Diesen Spruch wählte Pater Stefan Vukits für seine Primiz im
Eisenstädter Dom St. Martin.
Musik- und Schützenverein, die Eszterházy-Husaren, Verwandte,
Freunde, Ordensbrüder und –schwestern und zahlreiche Gläubige aus
der Dompfarre begleiteten den Neupriester Stefan Vukits vergangenen
Sonntag von seinem Elternhaus zum Dom. Die Mithilfe der vielen
Vereine in der Organisation des großen Festes zeige, wie sehr Pater
Stefan in seinem Heimatort verwurzelt und geschätzt sei, betonte
Bürgermeister Peter Nemeth in seinen Grußworten – obwohl der junge
Ordensmann eigentlich gar kein gebürtiger Eisenstädter ist: 1975
in Oberwart geboren, verbrachte Stefan Vukits seine ersten
Lebensjahre im südburgenländischen Ort Podler. Nach dem Besuch der
Volksschule in Weiden bei Rechnitz zog die Familie in die
Landeshauptstadt, wo Stefan 1993 maturierte. In der neuen Pfarre, im
Sankt Martinsdom, war er zuerst als Ministrant, dann als Lektor,
Organist und Vertreter der Jugend im Pfarrgemeinderat tätig. Durch
die Tätigkeit in der Dompfarre knüpfte er Kontakte zur Legio
Mariens, was für seinen späteren Eintritt in den Orden der Oblaten
der Heiligen Jungfrau Maria in Loretto entscheidend war. Pater
Stefan: „Ihre Spiritualität ist geprägt von einer ausgewogenen
Mischung von Gebet und aktiver, apostolischer Arbeit. In dieser
Atmosphäre – unter Gleichaltrigen und Gleichgesinnten – konnte meine
Berufung reifen und Gestalt annehmen. So war es für mich
selbstverständlich, in einen Orden einzutreten, wo ich die
Spiritualität, in der ich zu Hause war, wieder fand und weiterleben
konnte.“ Nach einem einjährigen Studienaufenthalt in Bosten
(USA), trat er sein Noviziat an, das ihn im Oktober 2002 zur
Ablegung der „Ewigen Profess“ und schließlich zum Diakonat
führte. Gerne möchte er auch als Priester weiterhin bei seinen
Ordensbrüdern in Loretto bleiben. Das besondere am Ordensleben ist
für Pater Stefan die Gemeinschaft im Glauben: „Als ich überlegte
Priester zu werden, war mir bald klar, dass ich meinen Weg mit Gott
mit anderen gehen wollte.“ Im Ordensleben sieht er auch die
Möglichkeit zur völligen Hingabe an Gott: „Das besondere am
Ordensleben ist, dass die Gelübde der Armut, des Gehorsams und der
Keuschheit es uns ermöglichen, für Gott voll und ganz frei zu sein.
Das Leben im radikalen Verzicht auf Besitz, Ehe und die eigenen
Wünsche und Vorstellungen hat durch mehr als eineinhalb Jahrtausende
das Christentum entscheidend mitgeprägt. Menschen wollen auch heute
noch Jesus enger nachfolgen. Dadurch tragen sie viel zur
Verkündigung des Glaubens und zur Erneuerung der Kirche
bei.“
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