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Rechenschaftsbericht 2016

Unternehmensbilanz: Diözese Eisenstadt setzt auf Stabilität

Nachhaltigkeit, Verantwortungsbewusstsein und eine gesunde Balance zwischen gesellschaftlich, spirituell und kulturell wertvoller Leistungsaufwendung und Sparsamkeit: Das macht der Rechenschaftsbericht 2016 der Diözese Eisenstadt deutlich – Erlösen in der Höhe von rund 24,5 Millionen Euro und dem Finanzergebnis und Rücklagenbewegungen in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro stehen Aufwendungen von rund 28,9 Millionen Euro gegenüber, wobei ohne dem massiven Mehraufwand für die Priesteraltersvorsorge die Bilanz nahezu ausgeglichen wäre.

Stabilität statt Spekulation und vor allem ein den Dienst am Menschen in den Mittelpunkt stellendes Wirtschaften: So lässt sich die gelebte Maxime der Diözese Eisenstadt in ihrer unternehmerischen Ausrichtung auf den Punkt bringen. Freilich: Die Kirche selbst ist kein Unternehmen. Ihre Kernbereiche wie die Feier des Gottesdienstes, die Vermittlung, Verkündigung und Vergemeinschaftung des christlichen Glaubens und der Frohbotschaft des Evangeliums sowie ihr karitatives Handeln aus dem Geist der christlichen Nächstenliebe, der Solidarität und Mitmenschlichkeit lassen sich nicht mit ökonomischen oder monetären Kategorien erfassen.

Breites Leistungsspektrum im Dienst am Menschen
Und doch nimmt auch die Kirche gerade angesichts der Vielfalt ihrer Leistungs- und Tätigkeitsbereiche am Wirtschaftsleben teil. Der Rechenschaftsbericht 2016 der Diözese Eisenstadt verdeutlicht einmal mehr, dass ein vernünftiges Wirtschaften Prinzipien der Nachhaltigkeit und der sozialen Verantwortung braucht. „Wirtschaftlichkeit und die Ausrichtung auf den Dienst am Menschen, auf die Erfüllung gesellschaftlicher Beiträge schließen einander nicht aus, sondern ein. Das unternehmerische Handeln der Diözese Eisenstadt steht entsprechend im Zeichen der Stabilität und der Nachhaltigkeit. Denn einerseits werden unternehmerische Werte der Sparsamkeit, der Effizienz und Ehrlichkeit im Umgang mit Kosten-Nutzen-Rechnungen, andererseits das für Gesellschaft, Kultur und Sinnbezüge so wichtige Engagement hochgehalten“, betont der Direktor der Finanzkammer der Diözese Eisenstadt, Richard Dienstl.

Beiträge für die Gesellschaft
Dieses vielfältige Engagement von Kirche macht auch der Rechenschaftsbericht 2016 deutlich, indem neben Leistungen für die Pfarren und für pastorale Aufgaben auch das Engagement in Bereichen wie Bildung, Kunst, Kultur, Soziales und karitativer Hilfestellung zum Ausdruck kommt. Insgesamt bilanziert der Rechenschaftsbericht 2016 Aufwendungen der Diözese Eisenstadt in der Höhe von etwa 28,9 Millionen Euro. Der Großteil dieser Aufwendungen (rund 15,2 Millionen Euro) kommt den Pfarren sowie dem organisatorischen Leistungsapparat (rund 7,4 Millionen Euro) zugute, weitere große Leistungsbereiche sind unter anderem pastorale Aufgaben (rund 1,7 Millionen Euro), darunter auch Einrichtungen wie die Telefonseelsorge, Leistungen in den Bereichen Bildung, Kunst und Kultur (insgesamt rund 3,6 Millionen Euro), soziale und karitative Leistungen mit 514.000 Euro und Zuwendungen für die Weltkirche mit 450.000 Euro.

Kirchenbeitrag Hauptsäule für die Finanzierbarkeit kirchlicher Aufgaben

Die Erlöse im Jahr 2016 betragen rund 24,5 Millionen Euro. Diese setzen sich zum überwiegenden Teil aus dem Kirchenbeitrag in Höhe von rund 17,3 Millionen Euro zusammen, welcher sich im Berichtsjahr auf nahezu unverändertem Niveau bewegte. Damit ist der Kirchenbeitrag weiterhin die unverzichtbare Haupteinnahmequelle für die Finanzierung der vielfältigen kirchlichen Aufgaben.

Niedriges Zinsniveau bei Priesterpensionen
Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Rücklagenbewegung ergibt das einen Bilanzverlust in der Höhe von rund 2,5 Millionen Euro. Dabei muss jedoch eine zentrale Ursache dieses Minusbetrags im Jahresabschluss 2016 berücksichtigt werden: Denn aufgrund des niedrigen Zinsniveaus mussten für die langfristige Absicherung der Priesterpensionen die dafür nötigen Reserven um rund 2,4 Millionen Euro erhöht werden. Alleine aus diesem Umstand ist das Minus in der Bilanz erklärbar. Ohne diesen spezifischen Aufwand wäre der Jahresabschluss 2016 nahezu ausgeglichen. „Hier spielen Fragen der Versicherungsmathematik und der Zinslage eine wesentliche Rolle. Am Konzept einer nachhaltigen und gesunden wirtschaftlichen Ausrichtung, die von der Diözese Eisenstadt in ihrer konkreten, wirtschaftlich messbaren Tätigkeit umgesetzt wird, ändert das freilich nichts“, so Finanzkammerdirektor Richard Dienstl. Dass die Kirche mit ihrer Vielfalt an Einrichtungen und vor allem angesichts der unzähligen ehrenamtlich Engagierten, von der Kinderbetreuung bis zu Integrationsprojekten, vom Gesundheits- und Pflegebereich bis zu pastoralen Tätigkeiten, schlicht „unbezahlbare“ Dienste für die Gesellschaft und den Einzelnen erfüllt, kann der Rechenschaftsbericht innerhalb seiner Kategorien freilich nicht zum Ausdruck bringen.

 

Rechenschaftsbericht 2016 (PDF) …

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