Der
Eisenstädter Diözesanbischof Paul Iby wünscht sich als Nachfolger einen
"Volksbischof". Im 50. Jahr des Bestehens der Diözese Eisenstadt ist
auch ihr Oberhirte selbst ein Jubilar. Er begeht am Samstag, den 23. Jänner,
seinen 75. Geburtstag, weswegen er sein Rücktrittsgesuch aus Altersgründen im
Vatikan einreichen muss.
Am 24. Jänner vor 17 Jahren wurde Iby zum Bischof geweiht und hat seither das höchste kirchliche Amt in der Diözese inne. Mit der APA sprach der Bischof über Stationen seines Lebens, die Entwicklung der katholischen Kirche im Burgenland und über Erwartungen an einen Amtsnachfolger.
Rückblickend sei für ihn das zu Hause und die Familie prägend gewesen und in der Gymnasialzeit dann die "eigentlich strenge Ausbildung" im Knabenseminar in Mattersburg. Dass ihm später die Möglichkeit zum Studium des Kirchenrechts in Rom gegeben wurde, war für ihn etwas Besonderes: "Diese drei Jahre in Rom zähle ich zu den schönsten Jahren meines Lebens, die auch mir viel gegeben haben - nicht nur vom Studium her, sondern eben vom Leben im Zentrum der Kirche."
Ein wenig bedauere er noch immer, dass er nie eine Pfarre leiten konnte, meinte Iby: "Ich war zwei Jahre Kaplan, dann kam ich bereits herein in die kirchliche Verwaltung und bin aus dieser nicht mehr herausgekommen. Dieses Eigenleben als Pfarrer, wo man eine Gemeinde leitet, wo man mit einer Gemeinde lebt und die Höhen und die Feiern und auch die Tiefen eines Pfarrlebens mitmacht, das habe ich eigentlich nie gehabt."
Die Zeit als Bischof sei bisher "wie in einem Schnellzugtempo vergangen". Rückblickend freue er sich, dass es gelungen sei, den "Dialog für Burgenland" durchzuführen und dass Dialog "irgendwie zum Markenzeichen unserer Diözese geworden ist". Er empfehle auch seinem Nachfolger, den Dialog weiterzuführen - mit Parteien, Interessensvertretungen und natürlich in der Kirche selbst mit den Pfarren, Priestern und Laien sowie mit den Bewegungen.
Mit der Vollendung des 75. Lebensjahres eines Bischofs verknüpft das Kirchenrecht die Frage der Amtsnachfolge. Bischöfe müssen zu diesem Zeitpunkt dem Papst ihren Rücktritt anbieten. "Dieses Rücktrittsgesuch habe ich bereits nach Rom abgegeben und warte auf die Entscheidung des Papstes", so Iby. Sein Wunsch wäre es, das Jubiläum der Diözese bis zum Abschluss des Jubiläumsjahres am 11. November 2010 mitzumachen. "Was Rom sagt, liegt in deren Vollmacht", fügt der Bischof hinzu.
Für die Diözese wäre es gut, wenn ein Nachfolger die Beziehung zum Volk pflegen würde, meinte Iby: "Man könnte auch sagen, ein Volksbischof. Er soll nicht abgehoben sein, sondern er soll bereit sein, auf die Leute zuzugehen, mit ihnen zu reden, ihre Probleme aufzugreifen und mit ihnen zusammenzuarbeiten." Wichtig sei in der Diözese Eisenstadt auch die Zuwendung zu den einzelnen sprachlichen Gruppen - Deutsch, Kroatisch, Ungarisch und Romanes.
Ein weiteres Charakteristikum sei die Ökumene in Gestalt des Kontakts mit den Evangelischen Gemeinschaften des Augsburger und des Helvetischen Bekenntnisses. "Ich habe einen guten Kontakt gehabt mit den Superintendenten bis jetzt, da ist einiges gewachsen und das sollte weitergehen", so Iby. Gut wäre es auch, wenn der Nachfolger sich mit der Geschichte des Landes auseinandersetzt.
Als Bischof ist Iby stets mit einem dichten Programm konfrontiert: "Das Amt fordert einen schon sehr." Man müsse sich deshalb Freiräume sichern und sie auch verteidigen. Er selbst versuche, sich einen Raum für sein spirituelles Leben freizuhalten und auch die Kultur nicht ganz zu vernachlässigen: "Manchmal kommen mir bei einem Konzert die schönsten Gedanken für Predigten."
In seiner bisherigen Amtszeit habe es auch Reibungspunkte gegeben, so Eisenstadts Diözesanbischof Paul Iby im Gespräch mit der APA. Im kirchlichen Bereich sei dies bei Äußerungen zu "heißen Eisen" der Fall gewesen, am Anfang auch wegen des "Dialogs für Burgenland". Konflikte im gesellschaftlichen Leben gab es etwa im Hinblick auf die Pädagogische Hochschule, die Entstehung einer katholischen Privatschule in Eberau sowie auch um die dort geplante Erstaufnahmestelle.
"Die Art und Weise, wie man dieses Projekt verwirklichen wollte, war sehr ungeschickt. So kann man das nicht machen", so Iby. Auf der anderen Seite dürfe man sich vom Glauben und vom Gebot der Nächstenliebe her nicht verschließen, Fremde, die aus ihrer Heimat flüchten, aufzunehmen: "Da haben wir irgendwie vom Religiösen her eine Pflicht, ihnen zu helfen." Ein Projekt in der Größenordnung, wie es für Eberau geplant wurde, zu verwirklichen, sei jedoch "einfach unverantwortlich".
Der katholischen Kirche kehrten im Burgenland im Vorjahr 1.033 Menschen den Rücken. Er stelle fest, dass die Zahl jener - auch Getaufter - zurückgehe, die das Leben in einer religiösen Gemeinschaft mitführen wollen, so der Bischof. Der Trend gehe dahin, anonym zu bleiben, auch im Bezug seiner Einstellung zu Religion und zu Gott und sich nicht an eine Pfarrgemeinde zu binden. Andererseits stelle er aber auch fest, "dass in allen unseren Pfarrgemeinden ein guter Kern da ist". Das stimme ihn optimistisch, "dass wir vielleicht kleiner werden, aber nicht so schrumpfen werden, dass wir nicht richtig lebensfähig wären."
Eine Kernfrage der Zukunft im Hinblick auf die im Vergleich zu Pfarren größeren Seelsorgeräume werde sein, ob es gelingen wird, dass der Priester der "spirituelle Motor" in diesen Räumen bleibe: "Er soll ja nicht bloß Sakramentenspender werden und bloß 'Blaulichtpfarrer', der von einer Veranstaltung zur anderen rast. Und hier wird es auch gut sein, wenn wir weiterhin gute Mitarbeiter aus dem Laienstand haben. (...) Wir versuchen, dass die Zahl der Gottesdienste am Wochenende ein bestimmtes Maß nicht übersteigt. Im Normalfall sollten es nicht mehr als drei Gottesdienste zum Wochenende sein", so Iby. Man behelfe sich damit, Wortgottesdienste anzubieten, wo keine Eucharistiefeiern möglich seien: "Hier eine Lösung zu finden für die Zukunft, das ist auch eine Frage, die sich an die Weltkirche richtet." Derzeit bewege man sich in die Richtung, dass ein Priester etwa 1.500 Gläubige betreut. Vor allem im Südburgenland gebe es jedoch viele kleine Filialgemeinden mit traditionellen Rechten: "Da kann man dann nicht die Zahl, da muss man dann die Kirchen rechnen - für wie viele Kirchen kann ein Priester zuständig sein? Wenn da ein Priester sechs, sieben Kirchen hat, wird es schon etwas schwierig." Das Konzept der Seelsorgeräume sieht vor, dass mehrere Pfarren, die zusammengehören, in der Regel von mehreren Priestern mit ständigen Diakonen und Laienmitarbeitern betreut werden. Derzeit gebe es zwei solcher Räume: Im Norden ist dies Neudörfl - Pöttsching -Bad Sauerbrunn - Krensdorf, im Landessüden der Raum Großpetersdorf mit Neumarkt im Tauchental - Stadtschlaining - Oberkohlstätten und Jabing.
ORF/Religion
Gemeinsam
mit Pfarrgemeinderätin Christa Riha übernahm ich, Heinz Kutrowatz,
stellvertretend für die zuständige, aber leider (heimat-)
urlaubsbedingt abwesende Pfarrgemeinderätin Jenny Kutrowatz die
Organisation des Kinderprogramms am Pfarrfest Bad Sauerbrunn. Bei der
Durchführung des Kinderprogramms konnten wir dabei auf die
Unterstützung der neu gefirmten Agnes Lederer und Tina Berger sowie
von Leon Lederer zurückgreifen. Agnes und Tina waren bereits bei der
Vorbereitung voll dabei - sie brachten ihre eigenen guten Ideen für
Spiele ein und kümmerten sich selbst um die dafür erforderlichen
Materialien und Vorbereitungsarbeiten. Dieses tolle Engagement der
Jugendlichen motivierte uns „Altgediente“ natürlich zusätzlich
und so lief das Kinderprogramm sehr lustig und bunt. Ein Wettbewerb
mit acht Stationen – Bibelquiz, Promi-Raten, Schoko-Spaß,
Basketball, Fragen-Tour, Nase-Hand-Fuß, Zielspritzen und Limbo –
brachte ab 14 Uhr die insgesamt mehr als 25 Kinder im Alter von vier
bis 13 Jahren ins Grübeln und Schwitzen und trotz oder gerade wegen
ein paar kleiner Pannen auch sehr zum Lachen. Beim Bibelquiz waren
nicht nur Kenntnisse von Personen, Orten u. Ereignissen in der Bibel,
sondern auch zum Feiertag am 15. August, zum Tabernakel und zum
Namen unseres jetzigen Papstes zu beantworten, bei der Fragen-Tour
z.B. Getränkepreise am Pfarrfest und die Zahl der Orgelpfeifen
herauszufinden. Die Kinder, die noch nicht das Erstkommunionsalter
hatten, konnten bei diesen „Stationen“ auf die Hilfe ihrer
älteren Geschwister oder Eltern zurückgreifen. Beim Promi-Raten
sollten die Kinder aus Fernsehen, Radio und Büchern bekannte
Persönlichkeiten oder Zeichentrickfiguren mittels Ja/Nein-Fragen,
bei Nase- Hand-Fuß die unter einem Tuch verdeckten, in Plastikbeutel
gefüllten (Koch-) Materialien wie z.B. Salz, Reis sowie - nach dem
Geruch - Essig, Öl, etc. erraten. Mit Wasser sollten verschiedene
Gegenstände bespritzt bzw. Reifen durchspritzt werden. Wie immer
besonderen Spaß gab es schließlich beim Limbo, wo wieder die
Rekorde der „Verrenkungen“ purzelten. Der Wettbewerb endete
schließlich mit der Übergabe von drei Hauptpreisen und einer Tafel
Schokolade als Trostpreis für alle anderen teilnehmenden Kinder;
alle Kinder konnten sich zusätzlich noch ein kleines Spielzeug aus
der von Christa Riha gespendeten Spielzeugsammlung aussuchen. Nach
dem Wettbewerb, der ca um 16 Uhr endete, verblieben noch einige
Kinder zum Tischtennis- und Basketballspielen im Bereich des
Kommunikationsraums bis ca 17.30 Uhr. Übrigens können Fotos vom
Wettbewerb bei Christa Riha kostenlos bezogen werden. Auch auf diesem
Wege nochmal ein herzliches Dankeschön und Vergelt`s Gott an die
engagierten Jugendlichen und Christa Riha von Jenny Kutrowatz und von
mir, Heinz Kutrowatz- und wohl auch von der Pfarrgemeinde.