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Angebot für Menschen nach Trennung und Scheidung

Angebot für Menschen nach Trennung und Scheidung

© Daquella manera/flickr

Exerzitien für Geschiedene und/oder Wiederverheiratete

Das Bedürfnis nach Zeit für sich selbst, nach Ruhe, auch nach Neuordnung des Lebens in einer Scheidungssituation und danach ist groß.

Die Sehnsucht nach einem Leben in Frieden mit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft macht sich breit – vielleicht auch die Sehnsucht nach Versöhnung mit Gott und der (Mit-) Welt.

(Biblische) Worte, wie „verzeihen“, „loslassen“, „Heilung“, „aufrichten“, „Neuanfang“, „Auferstehung“ brauchen Zeit um wirksam (geglaubt) zu werden.

  • Termin: 01. - 05. Mai 2013
  • Ort: Kloster Kirchberg, Markt 2, 2880 Kirchberg am Wechsel
  • Begleiter/in: P. Richard Plaickner SJ

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Geschieden - alle Rechte in der Kirche verloren?

10 Klarstellungen

  • Niemand ist wegen einer Scheidung - die oft der einzige Ausweg aus einer zerstörerischen Ehe ist - von den Sakramenten ausgeschlossen. Geschiedene dürfen zur hl. Kommunion gehen, Paten sein usw. Es gelten hier keinerlei kirchenrechtliche Einschränkungen
  • Manche kommen zur Überzeugung, dass ihre Ehe - obwohl seinerzeit in der Kirche feierlich begonnen - aus bestimmten Gründen (z.B. psychische Unreife eines Partners zur Zeit der Eheschließung) nicht gültig ist. Wenn kirchliche Gerichte auf Grund von Beweisen die Ungültigkeit feststellen (Annullierung), sind die Betroffenen frei, wieder kirchlich zu heiraten.
  • Viele gehen nach der Scheidung eine neue, "nichtkirchliche" Partnerschaft (z.B. standesamtliche Ehe) ein. Für sie gelten normalerweise Einschränkungen beim Sakramentenempfang, sie gehören aber weiterhin zur Gemeinschaft der Kirche und sind eingeladen, die Gottesdienste mitzufeiern, sich am Leben ihrer Pfarren zu beteiligen, kirchliche Einrichtungen in Anspruch zu nehmen usw. Auch in der Frage des Patenamtes gilt: "Kein Rigorismus!" (Kardinal Ratzinger). Sie dürfen Trauzeugen sein und erhalten ein kirchliches Begräbnis.
  • Es ist der ausdrückliche Wunsch des Papstes und aller Bischöfe, dass die Seelsorger und Pfarrgemeinden den geschiedenen und wiederverheirateten Kirchenmitgliedern mit Verständnis und Respekt begegnen und ihnen menschlich und religiös beistehen.
  • Viele Geschiedene, die in einer "nichtkirchlichen" Partnerschaft leben, verspüren kein Bedürfnis, die Sakramente zu empfangen. Es gibt aber auch solche, die den ernsten Wunsch haben, zur hl. Kommunion zu gehen. Ihnen kann empfohlen werden, im Gespräch mit einem Seelsorger zu klären, wie ein geeigneter Weg gefunden werden kann
  • Scheidung ist nicht gleich Scheidung, und Wiederheirat ist nicht gleich Wiederheirat. Motive und Lebensumstände sind oft recht verschieden. In der Seelsorge soll jeder Mensch mit seiner individuellen Lebensgeschichte ernst genommen werden.
  • Das Schreiben der Glaubenskongregation in Rom vom 14. 9. 1994 zu diesem Thema macht auf wichtige Dinge aufmerksam: die eheliche Treue, die Würde der Eucharistie, den inneren Zusammenhang von Ehesakrament und Kommunion usw., es kann aber sicher nicht alle oft sehr komplizierten Einzelfälle regeln. Hier ist der erfahrene Seelsorger gefragt.
  • Die Sakramente sind nicht käuflich. Wer Kirchenbeitrag zahlt, leistet einen wichtigen Grundbeitrag für die Gemeinschaft der Kirche, er "erkauft" sich damit aber nicht das Recht auf bestimmte Sakramente. Deshalb richtet sich die Höhe des Kirchenbeitrages nach der wirtschaftlichen Situation der Kirchenmitglieder und nicht danach, wie häufig jemand persönlich an der Feier der Sakramente teilnimmt.
  • Nicht nur für wiederverheiratete Geschiedene, sondern für alle, die zur hl. Kommunion gehen wollen, gilt die ernste Mahnung des Apostels Paulus: "Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er vom (eucharistischen) Brot essen!" (1 Kor 11,28)
  • In Konfliktfällen wird sich der Christ/die Christin bemühen, größere Klarheit zu gewinnen, indem er/sie auf das Wort Gottes hört und offen ist für die kirchliche und menschliche Gemeinschaft. Letztlich gilt: "Dem sicheren Urteil seines Gewissens muss der Mensch stets Folge leisten." (Katechismus der katholischen Kirche 1790).

Karl Veitschegger (1997/2003), Referent für Glaubensinformation, Pastoralamt Graz

www.irene-heise.com

Prof. Irene HEISE, Wien, langjährige Referentin zur Thematik in unserer Diözese, hat für das Nachsynodale Schreiben von Papst Franziskus „Amoris Laetitia“ vom 19.März 2016 über 27 Jahre lang und unter intensiver Zusammenarbeit mit allen kirchlichen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum die Pionierarbeit in der Frage der Geschiedenen und Wiederverheirateten in der Kirche – vor allem zur Einzelfalllösung des Sakramentenempfanges für Wiederverheiratete Geschiedene im „forum internum“ – geleistet. So war sie mit ihrer Arbeit auch bei den vorbereitenden Bischofssynoden 2014 und 2015 in Rom präsent. Dabei war vor allem ihre Arbeit an den Werken von Katharina von Siena, an der Theologie des Thomas von Aquin orientiert, von entscheidender Bedeutung.

Folgende Bücher sind direkt beim Referat erhältlich (bei Postversand mit zzgl. Porto!):

Wiederverheiratete Geschiedene - Vom Rand ins Herz der Kirche. Dokumentierte autobiografische Analysen einer Pionierarbeit mit Anregungen für Theologie, pastorale Praxis und Kirchenrecht,
1.Auflage 2015, 480 S., Hardcover und mit Farbabbildungen, EUR 45,--,. Umfassende Dokumentation mit umfangreichem Personenverzeichnis!

Caterina von Siena – Gebt ihnen zu ESSEN! Die mystisch-theologische Kompetenz der Kirchenlehrerin und Patronin Europas für eine befreiende Sakramentenpastoral,
3. Auflage 2011, 324 S., EUR 27,50. Mit mehr als 1.000 Zitaten aus den mystisch-theologischen Werken der hl.Katharina von Siena, die sich vor allem an Thomas von Aquin orientiert hat.

Mein persönliches Katharina von Siena Buch. Information – Reflexion – Meditation – Gebet – Katharina-ABC,
1.Auflage 2014, 152 S., Hardcover, EUR 24,50. Zum Kennenlernen Katharinas, für die Pfarrarbeit und als Geschenk besonders geeignet.

Auch sie sind Kirche! Geschiedene und Wiederverheiratete als zentrale Gruppe in der Kirche und Herausforderung an eine menschengerechte Pastoral,
3. Auflage 2013, 285 S., EUR 22,90.
Mehrfach diözesan gefördert und in den Vatikan-Nachrichten empfohlen (Eintragung Buchtipps vom 17. 12. 2005)!

Einführung in eine Theologie der Empathie. Leitfaden für einen einfühlsamen Umgang bei Scheitern, Scheidung und Wiederverheiratung,
3. Auflage 2012, 260 S., EUR 23,50. Mit Empfehlung von Kardinal Christoph Schönborn.

EHE der Tod euch scheidet. Im Spannungsfeld von Ehe & Scheidung - Glauben,
5. Auflage 2004, 235 S., EUR 17,50, Dokumentierte Fallstudie.

Hättet ihr nur Zeit gehabt. Mangel an Zuwendung als Quelle für Suchtverhalten, Kriminalisierung und Scheitern in der Ehe,
2. Auflage 2005, 185 S., EUR 15,50, Beispiel für die von Irene Heise entwickelte „Empathische Problemanalyse“.

Allen, die sich mit „Amoris Laetitia“ bzw. dem Themenkomplex Eheprobleme & Scheidung - Wiederheirat auseinandersetzen wollen, zu empfehlen!

 

„Geschieden und wiederverheiratet. Möglichkeiten in einer menschenfreundlichen Kirche“

Dokumentation eines theologischen Tages am 6.4.2000 in Eisenstadt mit Mag. Franz Harant, Ehe- und Familienseelsorger der Diözese Linz

Inhalt:

  • Grundsätze der Geschiedenenpastoral/Themenübersicht
  • Grundsätze der Geschiedenenpastoral
  • Orientierungen zur seelsorglichen Begleitung von Geschiedenen II
  • Seelsorgliche und liturgische Begleitung bei Wiederheirat
  • Möglichkeiten und Umsetzung einer menschenfreundlichen Geschiedenenpastoral in der Pfarrgemeinde
  • Gesprächsleitfaden zur Begleitung von Geschiedenen, im besonderen von Paaren bei Wiederheirat
  • Checkliste zur Abklärung und Vereinbarung der Segensfeier
  • Ablauf der Segensfeier
  • Briefe an Betroffene aus drei Ausgaben des Pfarrbriefes von Pasching

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Aufmerksamkeiten

Seelsorgliche Handreichung für den Umgang mit Geschiedenen und mit Menschen, die an eine neue Partnerschaft denken

Bearbeitete Neuauflage Dezember 2011

Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber: Plattform WIGE
1010 Wien, Stephansplatz 6/6

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