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Roma-Pastoral im Burgenland

„Kein Gegeneinander sondern ein miteinander“

© Diözese Eisenstadt

Der Nächste ist nicht der,
den ich mag,
es ist jeder,
der mir nahe kommt,
ohne Ausnahme.

 

In Österreich leben Volksgruppen (Kroaten, Roma, Sinti, Slowenen, Ungarn, ...) mit eigenen Kulturen und Traditionen. Sie prägen die Kirche und Gesellschaft in ihren Bereichen und darüber hinaus wesentlich mit. Deswegen soll von kirchlicher Seite weiterhin alles unternommen werden, ihre Eigenart zu erhalten und ihre Spiritualität zu fördern. Das gute Zusammenleben in den Pfarren und Diözesen kann Beispiel und Schule für die Begegnung mit Menschen anderer Kulturen und Traditionen sein.

(Auszug aus dem „Dialog“-Dokument der Delegiertenversammlung von 1998)

1992 wurde zum ersten Mal in der Österreichischen Bischofskonferenz ein Vertreter mit der Aufgabe der Roma-Pastoral beauftragt. Mag. Werner Klawatsch (Pfarrer von Mkt. St. Martin und Dechant vom Dekanat Oberpullendorf) wurde 1995 zum „Ober-Ro ma-Seelsorger“ ernannt und errichtete im selben Jahr das Referat für ethnische Gruppen in der Diözese Eisenstadt. Seit 1998 ist Monika Scheweck hauptamtliche Mitarbeiterin in diesem Referat angestellt. (20 Stunden für Roma Pastoral)

Ziele

  • Die Roma in ihrer speziellen Situation ansprechen und sich mit ihnen auf den Weg begeben, so dass ihre Kultur, ihre Familien und ihre Identität weiterhin zu einer Bereicherung unserer Gesellschaft und Kirche beitragen und ihre Werte erhalten bleiben.
  • Alle Sinti und Roma, durch Multiplikatoren erreichen, den ganzen Menschen wahrnehmen und gemeinsam vom Glauben her konkrete Wege christlichen Lebens suchen.
  • Dem ganzen Menschen helfen, seine Existenz sichern, seine soziale Stellung verbessern und die rechtliche Situation stabilisieren.

Aufgaben

  • Aufgaben im pastoralen und sozial - karitativem Bereich
  • Kennenlernen der Roma (Kultur, Sprache, Situation, ...): z.B. Besuche in den einzelnen Siedlungen und bei Familien, Erlernen der Sprache, etc.
  • Unterstützung der kulturellen Identität: z.B. durch Gespräche, Ermutigung zur Teilnahme an kulturellen Aktivitäten (z.B. Tanzgruppe, Theater, ...)
  • Planung und Durchführung der Roma - Wallfahrt nach Mariazell; mit verschiedenen Schwerpunkten
  • Mithilfe bei der Planung und Durchführung der Gedenkfeier in Oberwart
  • seelsorgerische Unterstützung, Begleitung und Gespräche
  • individuelle Hilfe für Roma in Notsituationen; z.B. Vermittlung an Fachstellen, wie soziale Dienste, Schuldner- und Drogenberatung, ...
  • alters- und geschlechtsspezifische Arbeit: z.B. Besuche von alten Menschen, Organisieren von Jugendtreffs, Mädchengruppen, ...
  • Besuche von Menschen im Krankenhaus und im Gefängnis
  • Kontakte und Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Roma; z.B. Verein Roma/Oberwart, Romano Centro/Wien, Kulturverein der Roma/Wien, Verein Ketani für Sinti und Roma/Linz, ...
  • der Volksgruppe der Roma und ihren Anliegen einen Platz in der Kirche geben
  • Brücken- und Vermittlungssituation zwischen Roma und Nicht-Roma (Gadsche), z.B. in Gesprächen, bei Veranstaltungen, ...

Organisatorische Aufgaben

  • zwei bis viermal jährliche Treffen des Referat für ethnische Gruppen
  • Aufbau eines Netzes an Kontaktpersonen, die Verbindung zu den in der Diözese lebenden Roma und Sinti haben; z.B. zu Priester und Laien
  • sporadische Zusammenarbeit mit verschiedenen Gruppierungen, Organisationen, Verbänden und Institutionen, z.B. Caritas, Katholischer Aktion, Katholische Jugend, Sozialamt, Jugendamt, Frauenberatungsstellen, Kinderfreunde, Back on stage 5, Jugendzentrum Magarethen, , ...
  • Beratung verschiedenster Organisationen die Situation der Roma betreffend und Erfahrungsaustausch in Diözesanarbeitsgesprächen und Pfarrgesprächen
  • Suchen und Begleiten von Multiplikator/innen
  • Fort- und Weiterbildung von Laienmitarbeiter/innen unterstützen
  • Internationale Treffen und Kontakte annehmen, unterstützen und weiterleiten
  • Verbindung und Austausch zu andere Roma-Pastoral Einrichtungen:
    1. Einmal pro Jahr nimmt eine Delegation teil am Kongreß des C.C.I.T. (= Comité Catholique International pour les Tsiganes), einem Zusammenschluß aus ca. 20 Nationalitäten, unter Beteiligung der Vatikanvertreter, von engagierten Laien, Diakonen, Ordenschristen, und Priestern, die in der Roma-Pastoral tätig sind.
    2. In regelmäßigen Abständen lädt der Päpstliche Rat für Menschen unterwegs zu internationalen Weltkongressen nach Rom ein, um auf Weltebene über Roma-Pastoral zu sprechen und Konzepte zu erarbeiten. Neben dem für diesen Bereich im Vatikan zuständigen ehemaligen Bischof von Yokohama, Msgr. Stephen Fumio Hamao, als Nachfolger von Kardinal Cheli, den bischöflichen Promotoren und den Nationalseelsorgern aus ca. 30 Nationalitäten nehmen Delegationen teil, zu denen auch Roma gehören.
  • kirchlicher Vertreter im Volksgruppenbeirat der Roma notwendig
  • Organisieren von Projekten, z.B. mit Schulen oder Pfarrgruppen, …
  • Fort- und Weiterbildung der Hauptamtlichen Mitarbeiter/in

Für wen, wozu, wofür?

  • Angehörige der Volksgruppe der Roma und Sinti
  • An alle, die sich für die Volksgruppe interessieren und ein Miteinander anstreben