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Bischof Ägidius setzt sich für Flüchtlinge ein:

Sie fliehen vor Krieg, Terror und Hunger

© Caritas

Kirche hilft

Bischof Ägidius liegt die Flüchtlingshilfe besonders am Herzen und er hat bereits vor Monaten konkrete Maßnahmen ergriffen. Der Baukurator, DI Markus Zechner, wurde zum diözesanen Koordinator für Flüchtlingsunterbringung bestellt. Für die Renovierung und Adaption potenzieller Quartiere wurde ein Sonderbudget bereitgestellt und der Auftrag erteilt, burgenlandweit alle Möglichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen zu überprüfen. Im Vorfeld wurden intensive Gespräche mit Pfarren geführt, die baulichen Gegebenheiten geprüft und die entsprechenden Maßnahmen zur Adaption getroffen. Nach dieser intensiven und notwendigen Vorbereitungsphase kann Bischof Ägidius auf rund 200 kirchliche Flüchtlingsunterkünfte verweisen, die fix bis Ende 2015 geschaffen werden.

Schaffung von menschenwürdigen Unterkünften

Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics hat auf einem kirchlichen Krisengipfel mit burgenländischen Pfarren eine Vereinbarung getroffen: In ausgewählten Pfarrhöfen wurden seither Plätze für syrische Flüchtlinge geschaffen. Die Diözese wartet nur mehr auf die Zuweisung dieser Menschen durch das Innenministerium.

In Eisenstadt, Mattersburg, Bad Sauerbrunn und Rohrbach fanden bereits 24 Flüchtlinge eine Unterkunft. Bis Ende des Sommers werden in weiteren 10 Pfarrhöfen der Diözese Eisenstadt Unterkünfte für rund 50 Asylwerber bereitgestellt.
In einer weiteren Ausbaustufe wird die Kapazität um mindesten 80 weitere Plätze bis Ende des Jahres erhöht.
Nach der Sanierung und dem Ausbau der Caritas Flüchtlingsunterkunft in Forchtenstein durch die Diözese stehen auch hier 50 Plätze zur Verfügung.

Diözese, Pfarren und Caritas arbeiten eng zusammen

Gemeinsam mit Pfarren und Klöstern betreut die Caritas heute österreichweit mehr als 4.400 AsylwerberInnen im Rahmen der Grundversorgung – das sind knapp 10 Prozent der insgesamt 43.000 AsylwerberInnen in Grundversorgung. Zusätzlich werden 10.500 Menschen mobil betreut. So wurden in den vergangenen zwölf Monaten 1.700 zusätzliche Plätze für schutzsuchende Menschen geschaffen. In der mobilen Betreuung werden heute, verglichen mit Juli 2014, doppelt so viele Menschen versorgt.

Mehr als ein Dach über dem Kopf

Wer die Schrecken des Krieges und das Leid der Flucht erfahren musste, braucht mehr als ein Zelt. Insgesamt stehen 480 MitarbeiterInnen der Caritas Österreich den Flüchtlingen zur Seite. Sie erhalten kostenlos qualifizierte rechtliche Beratung bei Asylverfahren. Über 90 integrative Projekte versuchen den Boden für ein gutes Miteinander zu bereiten.

Damit ist eine sehr qualitätsvolle und regelmäßige Betreuung der Flüchtlinge sowohl in juristischer, sozialpädagogischer als auch integrativer Hinsicht möglich.

Das Engagement der Diözese Eisenstadt – mit der Erhöhung von 54 auf 200 kirchliche Plätze bis Jahresende – ist beispielgebend. Weiters wurden im Burgenland heuer bereits 344 Flüchtlinge durch den Alltag und den Behördendschungel begleitet und juristisch beraten. Und täglich werden es mehr.

Seit einigen Wochen laufen bereits die Ansuchen an das Bundesministerium für Inneres, damit auch die Flüchtlinge im Zeltlager Eisenstadt betreut werden können. Hier hofft man bereits dringend auf die behördliche Genehmigung.

Warum fliehen Menschen

50 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg, Terror und Hunger. Frauen, Männer und ihre Kinder flüchten vor dem Bürgerkrieg in Syrien und riskieren dabei ihr Leben. Sie kämpfen um das schiere Überleben.

Mehr als 3 Millionen Menschen sind innerhalb des Irak auf der Flucht vor der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Dazu kommen mehr als 249.000 Flüchtlinge aus Syrien. Allein in der autonomen Region Kurdistan im Norden des Iraks leben mehr als eine Million Christen, Jesiden, Sunniten, Syrer und weitere Minderheiten in informellen Zeltstädten, Containern, Rohbauten.

Im Libanon spitzt sich die Lage zu: bereits jeder vierte Einwohner ist ein Flüchtling. Die Infrastruktur des Landes droht zusammen zu brechen.

630.000 Syrer sind im Nachbarland Jordanien als Flüchtlinge registriert. 80.000 leben momentan im zweitgrößten Flüchtlingscamp ohne Kanalisation und Fließwasser.

Eine Herausforderung für die Verantwortlichen

Zeltstädte in Österreich und auch in Eisenstadt sind keine Option, sondern allenfalls ein Armutszeugnis für die handelnden PolitikerInnen. Im Umgang mit schutzsuchenden, zum Teil schwer traumatisierten Menschen und deren Versorgung in der Grundversorgung braucht es bei den Verantwortlichen in Bund und Ländern Besonnenheit und Sachlichkeit.
Mit den bestehenden Tagsätzen (aktuell werden der Caritas maximal 18,50 Euro pro Flüchtling/ pro Tag ausgezahlt) ist eine adäquate und menschenwürdige Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen kaum möglich.

Wer jahrelang auf einen Asylbescheid wartet, führt ein Leben auf dem Abstellgleis. Raschere und trotzdem qualitätsvolle Asylverfahren sind daher dringend notwendig. Wer legal hier in Österreich lebt, soll auch legal hier arbeiten dürfen. Menschen zum Nichtstun zu zwingen ist unmenschlich.

Es braucht sinnvolle, integrative Bildungs- und Beschäftigungsangebote, wie zum Beispiel Deutschkurse. AsylwerberInnen sollten nach sechs Monaten legalen Aufenthalts auch legal arbeiten dürfen.
Die Aufnahme und Versorgung schutzsuchender Menschen ist eine völker- und europarechtliche Verpflichtung und eine staatliche Aufgabe. Die anstehende Aufgabe ist mit einer gemeinsamen Anstrengung von Bund, Ländern und Gemeinden sowie mit Unterstützung der Zivilgesellschaft, der Kirche und der Hilfsorganisationen bewältigbar.

 

Auch Sie wollen helfen?

Die Bilder aus überfüllten, österreichischen Flüchtlingslagern machen viele Menschen betroffen und fassungslos. Viele BurgenländerInnen zeigen sich solidarisch und möchten helfen. Dafür wollen wir Danke sagen.

Hier finden Sie die wichtigsten Hinweise, wie Sie konkret helfen können:
https://www.caritas-burgenland.at/flucht/


Bei Fragen zu kirchlichen Flüchtlingsunterkünften:
DI Markus Zechner, diözesaner Koordinator für Flüchtlingsunterbringung
markus.zechner@martinus.at

 

Ökumenischer Gedenkgottesdienst

Fr, 4. September, 19:00 – 20:00

Neusiedl am See, Österreich (Stadtpfarrkirche)

Gedenkgottesdienst für die Opfer der jüngsten Katastrophe sowie alle auf der Flucht zu Tode gekommenen Vertriebenen.

Der Ökumenische Gottesdienst wird geleitet vom Herrn Superintendenten Mag. Manfred Koch, vom hochwst. Herrn griechisch-orthodoxen Metropoliten Arsenios Kardamakis und vom hochwst. Herrn Diözesanbischof Dr. Ägidius J. Zsifkovics.

Diözesankoordinator für Flüchtlingsquartiere


Dipl. Ing. arch. Markus Zechner
Telefon: 02682 777-270
E-Mail: markus.zechner@martinus.at


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Links

http://asylhilfe.katholisch.at

Caritas

simon2„Ich war Fischer. Im November 2013 fielen Bomben, viele unserer Verwandten wurden getötet. Im Jänner sind wir geflüchtet. Unsere Kinder haben wir getragen. Zehn Tage zu Fuß, quer durchs Land. Wir haben unterwegs Beeren und Bohnen gepflückt, wir haben Wasser aus Flüssen getrunken. Was ich mir wünsche? Frieden. Frieden bedeutet Leben.“

Simon, 46 Jahre

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